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Laut Unicef : 1,4 Millionen Kinder vom Hungertod bedroht

  • Aktualisiert am

Menschen stehen im Oktober 2016 in einem Lager in Nigeria Schlange, um Nahrungsmittel zu bekommen. Sie sind vor dem Terror der Boko Haram geflohen. Die Miliz ist einer der Gründe, aus denen Unicef so viele Kinder vom Hungertod bedroht sieht. Bild: dpa

Dürren, Terror und Kriege: In Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen herrschen derzeit Hunger und Fehlernährung. Das könnte Hunderttausende das Leben kosten.

          Knapp 1,4 Millionen Kinder in Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen sind derzeit laut Unicef vom Hungertod bedroht. „Für mehr als eine Million Jungen und Mädchen läuft die Zeit ab“, sagte der Geschäftsführer der UN-Kinderhilfsorganisation, Anthony Lake, am Dienstag in New York. „Noch können wir Leben retten.“

          Hunger und Fehlernährung in der Region seien weithin von Menschen verursacht. Die Weltgemeinschaft müsse schnell handeln, damit sich die Hungerkatastrophe von 2011 am Horn von Afrika nicht wiederhole, betonte Lake.

          Im Jemen herrscht seit zwei Jahren Krieg

          Laut UN-Kinderhilfswerk sind im Nordosten Nigerias wegen der Konflikte mit der islamistischen Organisation Boko Haram 450.000 Jungen und Mädchen von extremer Fehlernährung betroffen. In Somalia bedrohe die fortdauernde Dürre mehr als 6,2 Millionen Menschen. Derzeit seien 185.000 Kinder extrem unterernährt. Die Zahl werde innerhalb der kommenden Monate auf 270.000 steigen.

          Im Jemen, in dem seit zwei Jahren Krieg herrscht, litten rund 462.000 Kinder unter akuter Mangelernährung – ein Anstieg von fast 200 Prozent seit 2014, teilte das Kinderhilfswerk mit. Im vom Bürgerkrieg zerrissenen Südsudan litten mehr als 270.000 Jungen und Mädchen unter schwerer Mangelernährung.

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