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Michael Jackson ist tot : Fragen, Spekulationen, Gerüchte

  • -Aktualisiert am

Goodbye, Michael: in Gary, Indiana Bild: REUTERS

Warum starb Michael Jackson? Kurz vor seinem Tod erhielt er eine Spritze mit dem Schmerzmittel Demerol, das eine opiumähnliche Wirkung hat. Als Nebenwirkungen können Blutdruckabfall und Herzrasen auftreten. Seine Familie soll deshalb beunruhigt gewesen sein.

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          Alesia Crawford kam zu spät. Als die 48 Jahre alte Zahnärztin aus Wheaton, einem Vorwort von Washington, am frühen Donnerstagabend ins Musikgeschäft „Fye“ kam, waren alle Titel von Michael Jackson ausverkauft. Ratlos hielt Crawford das Plastikschild mit der Aufschrift „Die größten Titel aller Zeiten“ in der Hand. „Als ich jung war, habe mir die Hüllen seiner Alben unters Kopfkissen gelegt.“ Bestürzung, Trauer, Schock und Fassungslosigkeit bei den Millionen Fans des King of Pop. Und jede Menge Fragen, Spekulationen und Gerüchte über den plötzlichen Tod des Musikers, der zu den berühmtesten Menschen der Welt gehörte (FAZ.NET-Sonderseite: Michael Jacksons Tod).

          In New York wurde die Nachricht, dass Michael Jackson im Alter von 50 Jahren in Los Angeles gestorben sei, in der U-Bahn über Lautsprecher verbreitet. Und im Internet war der Ansturm auf Neuigkeiten zum Tod der Poplegende so groß, dass manche Dienste zeitweilig zusammenbrachen. An den Stationen von Michael Jacksons Karriere und seines schillernden, bizarren und zerstörerischen Lebens hielten Tausende seiner Anhänger Mahnwachen. Hinter die Gitter des schäbigen Hauses in Gary im Bundesstaat Indiana, wo Jackson 1958 als siebtes von neun Kindern geboren wurde, steckten sie Plüschteddybären. Alte Nachbarn hielten sich mit Fans an den Händen, die aus Chicago und anderen Städten gekommen waren. „Lasst uns Gott für Michael danken“, forderte die Pastorin Ida Boyd-King die Trauernden auf. Die 77 Jahre alte Doris Darrington aus Gary sagt, der ältere Michael Jackson – diese weiße, zerbrechliche, groteske und traurige Gestalt – sei nicht die Person, die sie in Erinnerung behalten werde. „Für uns Ältere wird er immer der kleine Junge mit der Afrofrisur und der braunen Haut bleiben.“

          „Michael Jackson, eine wahre Apollo-Legende“

          Im New Yorker Stadtteil Harlem, vor dem Apollo-Theater, in dem Jackson 1969 seine Karriere mit einem Talentwettbewerb begonnen hatte, gedachten Fans mit Gesängen ihrem Idol. „Billie Jean“, „Beat It“ und natürlich „Thriller“. „Als mir jemand auf der Straße zurief, dass Michael gestorben sei, brach ich in Tränen aus“, sagte die 47 Jahre alte Denise Blair aus Harlem. „In Erinnerung an Michael Jackson, eine wahre Apollo-Legende“, leuchtet im Dämmerlicht ein Schriftzug an dem Theatergebäude auf. Gesänge, Tränen und Tänze zu Ehren des verstorbenen Idols auch vor dem Krankenhaus UCLA Medical Center in Los Angeles, wo die Ärzte vergeblich versucht hatten, Jackson zu reanimieren. „Ich kann nicht glauben, dass wir heute wohl den besten Entertainer der Welt verloren haben“, schluchzte die 49 Jahre alte Lana Brown, die sich als „größten Jackson-Fan aller Zeiten“ bezeichnet.

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