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Michael Jackson beigesetzt : Der „King of Pop“ soll nun seine letzte Ruhe finden

Die Jackson-Brüder in der ersten Reihe Bild: dpa

Familie und rund 150 Trauergäste, darunter Elizabeth Taylor und Lisa Marie Presley, haben auf dem Prominenten-Friedhof Forest Lawn Memorial Park in Glendale Abschied von Michael Jackson genommen. Doch wer die letzten Worte sprach und wer für den Toten sang, das blieb - zunächst - geheim.

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          Ob wohl auch Katherine Jackson, die 79 Jahre alte Patriarchin der Familie, ihre Handtasche wird öffnen müssen? Fotoapparate seien ja selbst engsten Freunden und Angehörigen strikt verboten, hieß es vor der Beisetzung. Nichts werde wohl von der privaten Feier nach außen dringen. Doch dann sind plötzlich sogar Live-Bilder von der „Holly Terrace“ am großen Mausoleum des Friedhofs Forest Lawn Memorial Park in Glendale (Kalifornien) zu sehen: zunächst das blasse Gesicht des einstigen Kinderstars Macaulay Culkin („Kevin - Allein zu Haus“), wenig später schwenkt die Kamera auf die wohl berühmteste Vertraute des Toten, Dame Elizabeth Taylor.

          Peter-Philipp Schmitt

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Zur Trauerfeier von Michael Jackson im Staples Center in Los Angeles war die letzte Diva aus alten Hollywood-Tagen nicht erschienen. Zu krank war die Siebenundsiebzigjährige damals, zu schwer hatte sie der Tod ihres Freundes erschüttert. Nun sitzt sie, die schon lange auf einen Rollstuhl angewiesen ist, auf einem der weißen Stühle, die neben der künftigen letzten Ruhestätte des „King of Pop“ aufgestellt wurden. Im Inneren des dem Camposanto Monumentale im italienischen Pisa nachempfundenen Baus liegen viele der einstigen Weggefährten von Liz Taylor: unter anderen Clark Gable, Carole Lombard, Jean Harlow und Walt Disney, neben dem, so wird spekuliert, Michael Jackson schon bald für die Ewigkeit einbetoniert werden soll.

          Jackson-Familie wartet die Dunkelheit ab

          Bei Sonnenuntergang, so hatte es sich Jacksons Mutter Katherine gewünscht, möge ihr Sohn genau 70 Tage nach seinem Tod beigesetzt werden - im Kreise seiner Familie und einiger weniger enger Freunde. Rund 150 Personen waren eingeladen worden. Ohne ein neunseitiges Einlass-Dokument in einem cremefarbenen Einband und mit Zitaten und Fotos des Sängers gelangte niemand auch nur in die Nähe des auch sonst wohl bestbewachten Friedhofs der Welt. Schon Stunden vor der Beisetzung waren am Donnerstag abend alle Straßen um das Gelände herum abgesperrt worden.

          Elizabeth Taylor
          Elizabeth Taylor : Bild: dpa

          Trotzdem wurde live in alle Welt berichtet - von einem Ereignis, von dem „wir nicht einmal wissen, welche Bilder wir sehen, was wir erleben werden“, wie es auf dem Fernsehsender N-TV hieß. Viel gab es lange nicht zu sehen. Die ersten Stuhlreihen blieben leer, nach wenigen Minuten schon wurden die Kameras am Mausoleum wieder ausgeschaltet.

          Erst nach Sonnenuntergang machte sich die Jackson-Familie überhaupt im etwa 20 Minuten entfernten Encino auf den Weg, verfolgt von Helikoptern. Bewusst wohl wartete Katherine Jackson die Dunkelheit ab: Die Großmutter wollte ihren drei Enkeln allzu viel Öffentlichkeit auf dem Weg ersparen. Und so erschien der Clan in seinen dunklen Limousinen mit mehr als 70 Minuten Verspätung zur Beisetzung an dem Memorial.

          Und wieder nähern sich die Kameras auf wenige Meter den Trauergästen - ein Tribut wohl an die Millionen Fans, die auf der ganzen Welt an den Bildschirmen sitzen. Sängerin Diana Ross ist kurz zu sehen, auch ihre Kolleginnen Aretha Franklin und Gladys Knight sind angeblich gekommen, um, so wurde vermutet, ein letztes Lied zum Abschied zu singen. Lisa Marie Presley, die erste Frau Michael Jacksons, Schauspielerin Brooke Shields, die Jugendfreundin des Superstars, und Miko Brando, einer der Söhne von Marlon Brando, sind ebenfalls anwesend.

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