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Zweiter Weltkrieg : Geheimaktion „Ossawakim“

  • -Aktualisiert am

Helmut Breuninger mit seiner Frau Mathilde und den Kindern Karl und Emma im Jahr 1953 in der Sowjetunion Bild: Katharina Müller-Güldemeister

Im Oktober 1946 wurden Tausende deutsche Raketen- und Flugzeugspezialisten in die Sowjetunion verschleppt. Vor 60 Jahren kehrten die Letzten von ihnen zurück.

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          Wochenschau vor 60 Jahren: Ein erwartungsvolles Schmunzeln liegt auf den Gesichtern des Ehepaars Breuninger und ihres 13 Jahre alten Sohns Karl, als sie nach zwölf Jahren in ihre Heimat zurückkehren. Die fünf Jahre alte Tochter kneift dagegen die Brauen zusammen. Als der Zug die Grenze zwischen der Sowjetunion und Polen passierte, hatte sie geweint: Das Land, in dem sie geboren wurde, lag nun hinter ihr. Einen freudigeren Eindruck macht ihr Spielkamerad Clemens Pingel, nicht nur, als er das Begrüßungsgeld in seinen Händen wendet. Auch er kam in Russland auf die Welt.

          Ihre Väter gehörten zu den „deutschen Spezialisten“, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Arbeit in der Sowjetunion verpflichtet wurden. Helmut Breuninger hatte bei den Askania-Werken in Berlin als Entwickler von Autopiloten für Flugzeuge gearbeitet, Heinrich Pingel als Feinmechaniker. Zwischen 3000 und 5000 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker waren es, die mit ihren Familien gen Osten geschickt wurden. Familie Breuninger und Pingel gehörten zu den Letzten, die heimkehrten.

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