https://www.faz.net/-gum-9bcjt

Außenminister fürchtet um Ruf : „Boris Becker ist kein offizieller Diplomat“

  • Aktualisiert am

Daumen hoch? Nicht vom Außenminister der Zentralafrikanischen Republik Bild: AP

Der Außenminister der Zentralafrikanischen Republik fürchtet wegen Boris Becker einen Imageverlust: Das Land stehe für Rechtsstaatlichkeit – und werde die Justiz in dem Insolvenzverfahren nicht behindern.

          Boris Becker kann in seinem Insolvenzverfahren offenbar keine diplomatische Immunität geltend machen. Der Außenminister der Zentralafrikanischen Republik, Charles Armel Doubane, dementierte in einem Telefonat mit der „Welt“, dass Becker Diplomatenstatus genieße. Der dreimalige Wimbledonsieger war Ende April als „Sonderattache für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union“ des Landes vorgestellt worden.

          „Boris Becker ist kein offizieller Diplomat der Zentralafrikanischen Republik, um als Diplomat ernannt zu werden, ist neben der Ernennung des Präsidenten auch meine Unterschrift als Außenminister nötig“, sagte Doubane laut Welt in einem Telefongespräch. Er habe entsprechende Dokumente aber nie unterzeichnet.

          Der Minister fürchtet einen Imageverlust für das vom Bürgerkrieg gebeutelte Land in Zentralafrika, das eines der ärmsten der Welt ist. „Wir wollen nicht, dass Boris Beckers inoffizielle Position für unser Land mit seinen finanziellen Problemen assoziiert wird. Wir sagen klar, dass unser Land bei jeglichen rechtlichen Verfahren gegen Boris Becker die Justiz in keinerlei Weise behindern wird.“ Sein Land trete für Rechtsstaatlichkeit ein, sagte Doubane, „deshalb kann die Zentralafrikanische Republik Boris Becker vor einem Gericht nicht schützen“.

          Becker habe das Land bei zwei Gelegenheiten in Paris und Brüssel mit seinen Kontakten unterstützt, dies habe der „ehemalige Sportstar“ laut Doubane aber nicht als offizieller Diplomat getan.

          Weitere Themen

          „Wir hatten Angst um unser Leben“

          LGBT-Parade in Polen eskaliert : „Wir hatten Angst um unser Leben“

          Steine fliegen, Hooligans prügeln: Im polnischen Nordosten ist eine Parade von Schwulen und Lesben in Gewalt untergegangen. Ein junger Pole erzählt der F.A.Z. von dem Tag – und seinen Erfahrungen mit Diskriminierung in Polen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.