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Glücksatlas 2018 : Wo die glücklichsten Deutschen leben

  • -Aktualisiert am

Ein Besucher eines Festivals in Großbritannien mit einer „Happy“-Brille Bild: dpa

Glücklicher als die Hessen sind nur die Einwohner von zwei anderen Bundesländern. Neben regionalen Unterschieden konzentriert sich der diesjährige „Glücksatlas“ darauf, wie sich ein langer Arbeitsweg auf die Zufriedenheit auswirkt.

          Auch wenn es momentan schwer zu glauben scheint: die Deutschen sind mit ihrem Leben nicht unzufriedener geworden. Wie der diesjährige „Glücksatlas“ zeigt, bleibt der Wert mit 7,05 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten auf gleichbleibend hohem Niveau. 2017 lieferte die jährlich durchgeführte repräsentative Studie der Deutschen Post das Ergebnis von 7,07 Punkten.  

          Regional gibt es Unterschiede im Glücklichsein, jedoch bleibt die Differenz ebenfalls gering. Am zufriedensten sind, wie im vergangenen Jahr, die Menschen in Schleswig-Holstein. Ob ihnen die frische Meeresbrise gut tut, oder die direkte, schnörkellose Art der Nordlichter: mit 7,44 Punkten führen sie das Ranking abermals an. Für diese Kriterien spricht zumindest auch der zweite Platz, der ebenfalls im Norden bleibt und nach Hamburg geht. Das erste Mal aufs Siegertreppchen schaffen es die Hessen: mit 7,27 Punkten überholen sie die Franken knapp, aber souverän. Denn seit 2015 haben sie sich von Platz sechs stetig einen Platz nach vorne gekämpft – sie werden also von Jahr zu Jahr zufriedener. Überdurchschnittlich glücklich zeigten sich die Hessen mit ihrer Gesundheit (6,6 Punkte) und ihrem Einkommen (7,0 Punkte)

          Länder im Westen sind im Gegensatz zum Osten noch immer um 0,2 Punkte glücklicher. Im letzten Jahr war es Sachsen-Anhalt und auch in diesem Jahr sind die unzufriedensten Leute im Osten anzutreffen: in Brandenburg mit 6,84 Punkten.

          Ein besonderer Schwerpunkt des „Glücksatlas“ lag in diesem Jahr auf der Zufriedenheit der Erwerbstätigen mit Mobilität und Arbeit.

          Im Stau stehen mit dem Auto, Verspätungen mit dem Zug: gerade Langstreckenpendler sind mit ihrem Arbeitsweg unglücklich. Etwas als die Hälfte gibt an, dass sich Wege von 40 Minuten und mehr negativ auf ihre Lebensqualität auswirken. Sind bei allen Berufstätigen immerhin 42 Prozent mit ihrem Leben fast voll zufrieden (mit 9 oder 10 Punkten), sind es bei den Pendlern nur 35 Prozent.

          Eine Lösung könnte das Homeoffice sein. 38 Prozent der Homeoffice-Nutzer sind mit ihrem Arbeitsleben voll zufrieden, bei denen, die nicht zuhause arbeiten, sind es 30 Prozent. Die meisten Befragten (59 Prozent) haben aus praktischen Gründen gar nicht die Wahl, 16 Prozent lehnen das Homeoffice bewusst ab. Sie wollen Beruf und Privates trennen und legen viel Wert auf das soziale Miteinander unter den Kollegen. Die Homeoffice-Nutzer geben oft genau diese Gründe als positive Aspekte an: sie würden Privates und Berufliches leichter verbinden können, wären flexibler und auch produktiver in den eigenen vier Wänden.

          Für den „Glücksatlas“ werden 19 Regionen in Deutschland untersucht. Hinein fließen Daten des sozio-ökonomischen Panels und des Instituts für Demoskopie Allensbach.

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