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Einfluss auf Jugendliche : Wie Youtuber-Idole das Familienleben schwer machen

  • -Aktualisiert am

Ob er sich beruflich schon zurücklehnen kann? Youtuber MontanaBlack, der eigentlich Marcel Eris heißt, zeigt gerne seine Luxusgüter. Er produziert von seiner Wohnung in Buxtehude aus. Bild: dpa

Heute ist Monte ganz mies drauf: „MontanaBlack“ ist eine große Nummer in der Youtube- und Gamer-Szene – und beim 12 Jahre alten Sohn unserer Autorin. Warum nur? Das Klagelied einer Mutter.

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          Get on my level“ – der Spruch ist eine Provokation. „Komm auf mein Level“, oder ist tatsächlich „Niveau“ gemeint? Der Slogan steht auf Jogginghosen, Kapuzenpullovern, Baseballkappen und Socken – Fanprodukte, die MontanaBlack vertreibt.

          „Montana Wer??“ – Glückwunsch an alle ahnungslosen Eltern. Ihnen bleibt viel erspart: Befremden, wütende Wortgefechte und erzieherische Selbstzweifel. Für unser Familienleben jedenfalls ist MontanaBlack eine Strapaze. Marcel Eris aus Buxtehude, 31 Jahre alt, früher perspektivlos und drogensüchtig, heute einer der Champions der deutschen Youtube-, Gaming- und Livestreamer-Szene. „Ich hab’s geschafft“, lässt er wissen: „Diesen Personenkult um mich – egal, was ich quatsche.“ Und er redet viel, jedenfalls wenn er sein Millionenpublikum unterhält: mit Computerspielen, mit Kommentaren und mit Videos, in denen er sich selbst zur Schau stellt. Im wirklichen Leben ist Eris weniger gesprächig. Das vereinbarte Interview sagt er nachts vor dem Termin ab – privater Stress, danach keine Lust mehr.

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