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Soderberghs Oscar-Konzept : „Eine offene, optimistische Show“

  • -Aktualisiert am

Die diesjährige Oscar-Verleihung findet trotz Pandemie in Los Angeles statt. Bild: dpa

Die Oscar-Verleihung findet trotz Pandemie nicht nur im Netz statt. Regisseur Steven Soderbergh produziert die diesjährige Preisverleihung mit und macht so einiges anders.

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          Seitenhiebe auf Hollywoods alte, weiße Männer, Showeinlagen mit dem Flair der Sechziger und Dankesreden an Mutter oder Ehepartner? Nicht bei Steven Soderbergh. Der Filmemacher und Mitproduzent der Oscars 2021 setzt am Sonntag auf das, was Hollywood am besten kann. „Die Preisverleihung wird sich anfühlen wie ein Film. Es gibt ein übergreifendes Thema, das während der Gala in unterschiedlicher Form ausgedrückt wird“, kündigte Soderbergh an.

          Was das „Overarching theme“ sein wird, verriet er nicht. Masken, seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektionen auch in den Vereinigten Staaten ein Muss, sollen aber eine Hauptrolle spielen. „Das ist genauso kryptisch gemeint, wie es sich anhört“, sagte Soderbergh. Die Grenze zwischen Plot und Realität scheint für den Achtundfünfzigjährigen fließend. Seit „Contagion“, seinem Thriller aus dem Jahr 2011 über ein tödliches Virus, asiatische Fledermäuse und Impftermine via Los gilt der Filmemacher als Pandemie-Experte.

          Rund 170 Prominente sollen live dabei sein

          Während Grammys und Golden Globes fast ohne Publikum stattfanden, wollen Soderbergh sowie seine Mitproduzenten Stacey Sher und Jesse Collins bei den 93. Academy Awards nicht ganz auf prominente Gesichter verzichten. Etwa 170 Nominierte und Gäste, so die Planung, dürfen am Sonntag live dabei sein. Wie man sich erzählt, hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (Ampas) ein Rotationssystem entworfen, um möglichst viele an der Zeremonie teilhaben zu lassen. Neben Stars wie Brad Pitt, Reese Witherspoon und Joaquin Phoenix wird auch der südkoreanische Regisseur Bong Joon-ho erwartet, der mit dem Film „Parasite“ im vergangenen Jahr vier Trophäen gewann.

          Regisseur Steven Soderbergh ist in diesem Jahr Mitproduzent der Oscars und hat das Konzept an die Pandemiebedingungen angepasst.
          Regisseur Steven Soderbergh ist in diesem Jahr Mitproduzent der Oscars und hat das Konzept an die Pandemiebedingungen angepasst. : Bild: Reuters

          Für Publikum und Moderatoren wird es wegen Corona ungewohnt hektisch. Sie müssen nicht nur drei negative Corona-Tests vorlegen, sondern vor Einlass auch ihre Temperatur messen lassen. Um Abstandsregelungen einzuhalten, entschieden sich die Produzenten für die Union Station, den historischen Bahnhof in der Innenstadt von Los Angeles, als einen von mehreren Veranstaltungsorten. Das Dolby Theatre am Hollywood Boulevard, vor der Pandemie die Bühne für „Hollywood’s biggest night“, wird zu einem Nebenschauplatz – wie auch „international locations“ in London und Paris. Nach der Ankündigung vor einigen Wochen, keine Trophäen per Zoom zu vergeben, versprach die Academy zudem, an verschiedenen Orten Satellitenschaltungen zu ermöglichen, um nichtamerikanischen Filmschaffenden die Reise nach Los Angeles samt Quarantäne zu ersparen. Die Logistik, gab Soderbergh zu, sei erschöpfend. „Das Ganze ähnelt dem Bau eines Flugzeugs, das schon in der Luft ist“, sagte der Produzent bei einer der vielen virtuellen Pressekonferenzen.

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