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Freundschaften in der Pandemie : „Wichtig ist, sich aufzuraffen“

In der Pandemie konzentrieren wir uns auf unsere engeren Freunde. Bild: Jens Gyarmaty

Wenn Freunde sich in der Corona-Zeit zurückziehen, ist das schlimm – denn wir brauchen sie mehr denn je. Aber Verständnis und ein Plan B helfen, sagt Soziologe Janosch Schobin.

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          Herr Schobin, wie wirkt sich Corona auf unsere Freundschaften aus?

          Heutzutage existiert von entfernten Bekannten bis zu Busenfreunden ein breites Spektrum an Freundschaftsformen. In der Pandemie konzentrieren wir uns auf unsere engeren Freunde. Das sind jene Beziehungen, wo intime Gespräche eine große Rolle spielen und einander Ratschläge gegeben werden. Diese Entwicklung kommt auch dadurch, dass die Pandemie Unsicherheiten über Zukunft und Gesundheit hervorruft – und ein erhöhter Bedarf an Ratschlägen sowie an emotionaler Unterstützung besteht. Einen Vorteil haben Menschen, die sich schon vor der Pandemie auf ebensolche Beziehungen fokussiert haben, da sich diese derzeit sogar noch intensivieren.

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