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Sportart Crossminton : Ein Vereinsmensch, der macht

Zwei Happerschoßer: David Zimmermanns (rechts) hat in diesem Jahr die Crossminton-WM im Doppel gewonnen, Jakob Sodoge hat den Sport im Dorf etabliert. Bild: Jana Mai

Die Weltmeister im Crossminton kommen aus Happerschoß – einem Dorf in Nordrhein-Westfalen mit 1400 Einwohnern. Den Erfolg haben sie vor allem einem Mann zu verdanken.

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          Ein Mann läuft die Straße hinunter. Er steuert auf einen jungen Mann zu und umarmt ihn, klopft ihm auf die Schulter. „Glückwunsch, dat is ja toll“, sagt er. Der jüngere Mann hält zwei Schlägertaschen in der einen Hand, in der anderen einen pinkfarbenen Federball. Sie laufen weiter die Straße runter zum Grillplatz, wo alles begann, eine überdachte Grillstelle mit einer Wiese daneben, die so groß ist wie ein halbes Fußballfeld. Sie liegt im Dorf Happerschoß, 1400 Einwohner, das Dorf daneben heißt Heisterschoß. Die Stadt Hennef wird auch Stadt der 100 Dörfer genannt, und Happerschoß ist eines davon.

          Der erste Mann ist Jakob Sodoge, ein kerniger Typ mit einem Bart, der langsam grau wird. Er ist 63 und gerade in Rente gegangen. Sodoge ist einer von vielen Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit das Dorf, die Stadt, die Nachbarschaft bereichern, auch wenn er heute nicht mehr so aktiv ist wie früher. Als Sodoge einmal im Internet neue Federballschläger kaufen wollte, las er dort von dieser Sportart: Speed Badminton, heute heißt der Sport Crossminton. Er bestellte ein Schlägerset mit Speedern, so heißen die Bälle dazu. Auf dem Grillplatz testete er sie mit seinem Sohn und seiner Tochter. Aus diesem Zufall wurde die Crossminton-Abteilung im Dorf.

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