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Einfallsreiche Gastronomen : Kochend durch die Krise

  • -Aktualisiert am

„Kochen für Helden“: Der Sternekoch Max Strohe hat ein Hilfsprojekt initiiert. Bild: Reuters

Ob Spitzenrestaurants oder der Asia-Imbiss um die Ecke: Vom Coronavirus in ihrer Existenz bedroht finden Gastronomen kreative Formen des Broterwerbs – und der Solidarität.

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          Nein, es sind keine ausgelassenen Gäste im Hintergrund zu hören, sondern Fabio Haebels zweijährige Tochter. Wie so viele Köche in diesen Tagen steht er an einem Montagabend nicht am Herd seines im Hamburger Stadtteil St. Pauli gelegenen Restaurants, sondern in der Familienküche. Nach einer Zeit der freiwilligen Selbstkontrolle gilt zur Eindämmung des Coronavirus inzwischen ein deutschlandweites Gastronomieverbot. Erlaubt sind lediglich Lieferung und Außer-Haus-Verkauf. Für viele bedeutet das nicht weniger als eine Katastrophe. Wer seine Waren nicht loswird, Mitarbeiter und Miete nicht bezahlen kann, der ist in seiner Existenz bedroht. Schon werden die ersten staatlichen Hilfspakete geschnürt, aber werden sie wirklich bei jedem ankommen? Werden sie ausreichen für eine Zeitspanne, von der niemand weiß, wie groß sie sein wird? Viele Gastronomen wollen diese Fragen nicht dem Zufall überlassen. Sie entwickeln kreative Lösungen, die nicht selten dem Allgemeinwohl dienen.

          So wie das aus Berlin importierte Projekt, das Haebel gerade auf Trab bringt. Zu Beginn der Corona-Krise versuchte der Dreiunddreißigjährige noch mit der vom Restaurant 100/200 ins Leben gerufenen Aktion „Schaumwein für alle“ durch Gratissekt der vielen abgesagten Reservierungen Herr zu werden. „Da waren wir noch humorvoll unterwegs, das hat sich aber schnell geändert“, sagt er rückblickend. Stattdessen kocht er seit der staatlich verordneten Zwangsschließung Essen für jene Menschen, auf deren Arbeitskraft die Gesellschaft gerade am meisten angewiesen ist: Ärzte, Pfleger, Kinderbetreuer.

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