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FAZ Plus Artikel Wenn die Kinder ausziehen : Das Leiden der Väter

Vaterglück wird gern geteilt und im Fotoalbum aufbewahrt. Bild: plainpicture/Mélanie Bahuon

Zieht der Nachwuchs aus, knallen nicht automatisch die Korken. Im Gegenteil: Besonders das männliche Geschlecht ist vom Empty-Nest-Syndrom betroffen. Und es bedroht die Ehe.

          Er habe genug Zeit gehabt zum Üben, sagt Hans-Georg Nelles: drei Gelegenheiten. Denn dreimal haben er und seine Frau miterlebt, was nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für sie eine Zäsur markierte: Ein Kind nach dem anderen ist ausgezogen. Die älteste Tochter hat sich Zeit gelassen. Während ihres Studiums in Düsseldorf ist sie noch aus dem heimischen Duisburg gependelt. Erst als ein Job gefunden und die Probezeit überstanden war, schrumpfte die Zahl der Bewohner unter „sanftem Drängen“ der Eltern. Es folgte der Sohn. 15.000 Kilometer brachte er nach dem Abitur zwischen sich und sein Elternhaus, als er für ein freiwilliges soziales Jahr nach Australien zog. Ins Ausland ging auch die jüngste Tochter der Nelles. Doch in Madrid fiel es ihr schwer, sich einzugewöhnen. Täglich wurde mit den Eltern geskypt, bis die Einsamkeit besiegt war. Dann war das Nest endgültig leer. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten waren die Nelles wieder alleinige Bewohner ihrer vier Wände. Und standen vor der Frage, vor der Eltern in dieser Situation stehen: Ist die neue Wohnrealität jetzt Freiheit – oder Leere?

          Wenn die Kinder ausziehen, kann das die eigene Zufriedenheit stark beeinflussen. In der Psychologie spricht man auch vom „Empty-Nest-Syndrom“, wenn Eltern im Auszug der Kinder Verlust und keine Chance sehen. Betroffene denken, fühlen und verhalten sich anders als zuvor. Wer jedoch davon ausgeht, insbesondere Mütter wären betroffen, irrt sich – das Empty-Nest-Syndrom wirft vor allem Väter aus der Bahn. Zu diesem Ergebnis sind zwei Wissenschaftler von der Universität Flensburg gekommen. Alan Piper und Ian Jackson haben Daten des Sozio-ökonomischen Panels untersucht. Die Langzeitstudie erfragt seit den Achtzigern regelmäßig eine Fülle von Parametern ihrer Probanden. Interessiert hat die beiden besonders, wie die Teilnehmer ihre eigene Lebenszufriedenheit einschätzten.

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          Erinnerungen bleiben, und mit dem Auszug der Kinder kommt nicht selten – und vor allem bei Männern – der Schmerz über das leere Zuhause.

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