https://www.faz.net/-gum-9h46u

Weltkriegsbombe gefunden : In Köln müssen 10.000 Menschen ihre Wohnung verlassen

  • Aktualisiert am

Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, soll die Bombe entschärft werden. Bild: dpa

Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Köln-Poll müssen 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen und in einer Bundeswehrkaserne Zuflucht suchen. Da viele alte und kranke Menschen betroffen sind, zieht sich die Evakuierung hin.

          1 Min.

          Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe läuft in Köln eine größere Evakuierungsaktion, bei der ungefähr 10.000 Menschen bei lediglich wenigen Plusgraden ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Evakuierungen gestalteten sich zäh, teilte die Stadt am Mittwochabend mehrere Stunden nach Beginn der Sicherheitsmaßnahmen mit. Noch viele kranke und alte Menschen müssten aus Häusern und Wohnungen transportiert werden. Es stünden 80 Krankentransporte aus. Betroffen seien auch Alteneinrichtungen und Flüchtlingsunterkünfte.

          Etwa 250 Personen seien bereits in einer Kaserne untergebracht. Die Bundeswehr wollte dort noch eine zweite Halle aufmachen, hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Außerdem sei in einer Förderschule eine zusätzliche Unterbringungsmöglichkeit geschaffen worden. Die betroffenen Menschen würden mit Getränken und Snacks versorgt.

          Die 2000 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe erforderte einen Evakuierungsradius von einem Kilometer um den Fundort. Sie sollte am Mittwoch entschärft werden, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist. Die Bundesautobahn A4 soll während der Entschärfung zwischen Vingst und Köln-Süd gesperrt werden - wann genau stand zunächst noch nicht fest. Außerdem werden die Straßenbahnlinie 7 und eine Güterstrecke von der Sperrung betroffen sein, hieß es von Seiten der Stadt.

          Gut 100 Einsatzkräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienst sind vor Ort. Auch Deutsches Rotes Kreuz, Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr unterstützten mit vielen Mitarbeitern die Aktion. Bürger könnten sich über die Service-Hotline des Ordnungs- und Verkehrsdienstes unter 0221-221 32000 informieren.

          Weitere Themen

          Warum es Italien so schwer erwischt hat

          Coronavirus : Warum es Italien so schwer erwischt hat

          In Italien steigt die Zahl der Infektionsfälle täglich. Teile des Landes stehen unter Quarantäne, Verstöße werden strafrechtlich geahndet. Venedigs Karneval ist abgesagt, Profi-Fußballspiele fallen aus, die Mailänder Scala ist zu.

          Topmeldungen

          Grüne in Hamburg : Zweiter Platz, erster Verlierer

          Die Grünen legen erheblich zu, verpassen aber schon wieder eine große Chance: in einem zweiten Bundesland eine Regierung anzuführen. Für Robert Habeck und Annalena Baerbock wird es damit nicht leichter, ihren Anspruch auf Platz eins bei der nächsten Bundestagswahl glaubwürdig zu machen.
          Tänzer proben für den hohen Besuch: Agra bereitet sich auf Donald Trump vor.

          Besuch in Indien : Ein Spektakel, wie es Trump und Modi lieben

          Wenn der amerikanische Präsident nach Indien reist, geht es mehr um Bilder fahnenschwenkender Anhänger als um konkrete Vereinbarungen. An die Stelle eines Handelsabkommens dürften die Rüstungsverträge treten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.