https://www.faz.net/-gum-8xy0n

Eingreifen in Afrika und Jemen : Welthungerhilfe fordert bessere Krisenprävention

Eine Dose voll Bohnen: Die Welthungerhilfe unterstützt Menschen in Krisengebieten mit Nahrungsmitteln – doch die Hilfe könnte schon früher kommen. Bild: dpa

Der Vorstandsvorsitzende macht im Blick auf die Hungersnöte in Afrika und dem Jemen darauf aufmerksam, dass Schäden und Kosten durch frühes Eingreifen extrem reduziert werden könnten.

          Zeit ist in Krisenfällen Geld wert. Darauf wies der Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, Till Wahnbaeck, bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation am Mittwoch hin. Bisher funktioniere die internationale Krisenreaktion nach dem Motto: früh warnen – nichts tun.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Wir brauchen Finanzierungen, die Mittel zur Verfügung stellen, bevor die Krise eingetreten ist“, sagte er. Man wisse aus Erfahrung, dass bei frühem Eingreifen sowohl die Schäden als auch die Kosten für die Hilfe extrem reduziert werden könnten, sagte er mit Blick auf die aktuelle Hungersnot in Afrika und im Jemen.

          Die dramatischen Entwicklungen seien schon seit Monaten absehbar gewesen. Vergangenes Jahr konnte die Hilfsorganisation im Kampf gegen den Hunger auf 263,9 Millionen Euro zurückgreifen. Es war das höchste Budget ihres Bestehens. Das meiste Geld kam von öffentlichen Institutionen, die 213,4 Millionen Euro für Projekte beisteuerten. Privatleute spendeten 47,5 Millionen Euro.

          Weitere Themen

          Erst Koffer-Chaos, dann wird ein Flugsteig geräumt

          Flughafen Düsseldorf : Erst Koffer-Chaos, dann wird ein Flugsteig geräumt

          Wegen einer technischen Störung müssen viele Urlauber in Düsseldorf ohne Koffer abheben, es stapeln sich Tausende Gepäckstücke. Später der nächste Aufreger: Mehrere Personen dringen in den Sicherheitsbereich ein – 1000 Passagiere müssen einen Flugsteig verlassen.

          Südafrika trauert um Johnny Clegg

          Der „weiße Zulu“ : Südafrika trauert um Johnny Clegg

          Johnny Clegg hatte es wie kaum ein anderer verstanden, sich mit seiner Musik gegen das Regime der Rassentrennung in Südafrika zu stemmen. Einen legendären Auftritt hatte er in Frankfurt. Jetzt ist er gestorben.

          Topmeldungen

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          Shitstorm des Tages : Ein „Aufstand der Generäle“ als Rohrkrepierer

          Uwe Junge ist rhetorisch kampferprobt. Gegen die neue Verteidigungsministerin fährt der AfD-Politiker und ehemalige Stabsoffizier ganz großes Geschütz auf. Doch der Schuss geht nach hinten los. Übrig bleibt geistiges Brandstiftertum.
          Der neue Vorsitzende der Tories? Boris Johnson in Maidstone

          FAZ Plus Artikel: Mit neuem Tory-Vorsitz : Der Deal ist so gut wie tot

          Im andauernden Machtkampf um die Parteispitze der Konservativen wird deutlich: Der ausgehandelte Deal ist kaum noch zu retten. Boris Johnson spielt stattdessen öffentlich mit dem Gedanken an einen Austritt ohne Abkommen – um der EU zu drohen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.