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13 Experten-Tipps : Welche Rechte Eltern in der Schule haben

Sollte man den Anwalt einschalten, wenn das eigene Kind gemobbt wird? Bild: IStock

Noten, Mobbing und Fehltage wegen Fridays for Future: Bei Ungerechtigkeiten in der Schule drohen Eltern heute schnell mit dem Anwalt. Oft wäre ein anderer Weg besser. Das sind die 13 wichtigsten Elternfragen.

          6 Min.

          1. Hilft es meinem Kind, wenn ich mich möglichst gut im Schulrecht auskenne und so unsere Interessen durchsetzen kann?

          Julia Schaaf

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ja und nein. Es ist zwar gut, wenn Eltern wissen, welche Handlungsmöglichkeiten sie haben. Die Beschäftigung mit dem Schulrecht sollte aber idealerweise zu einer veränderten Haltung führen. Das jedenfalls findet Thomas Böhm, Dozent für Schulrecht und Rechtskunde am Institut für Lehrerfortbildung in Essen-Werden, der gerade ein Buch mit juristischen Tipps vorgelegt hat. Ihm zufolge geht es nicht um die Frage: Welche Ansprüche hat mein Kind? Wichtiger ist: Lernt mein Kind etwas? Das Schulgesetz verpflichtet Eltern und Schule zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. Das Interesse des Kindes besteht insofern nicht darin, vermeintliche Ansprüche gegen die Schule durchzusetzen, sondern gemeinsam mit den Lehrern auf den bestmöglichen Schulerfolg hinzuarbeiten. Das schließt Konflikte nicht aus. Wenn es nötig ist, können Eltern sich bei der Schule beschweren oder gegen schulische Entscheidungen Widerspruch einlegen. Zusammenarbeit besteht aber zunächst darin, sich gemeinsam um eine Lösung zu bemühen.

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