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Chinesische MeToo-Aktivistin : Die Stimme der Opfer

Kämpft gegen sexuelle Gewalt: Zhou Xiaoxuan im Dezember 2020 vor einem Gerichtsgebäude in Peking Bild: dpa

Zhou Xiaoxuan kämpft gegen sexuelle Gewalt in China. Jetzt wurde das Weibo-Konto der Aktivistin gesperrt. Damit verliert sie für ein ganzes Jahr ihren wichtigsten Kommunikationskanal.

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          In einer ihrer jüngsten Wortmeldungen hatte Chinas bekannteste MeToo-Aktivistin Zhou Xiaoxuan beklagt, dass der Raum für öffentliche Diskussionen immer kleiner werde. Wie zum Beweis hat jetzt das soziale Netzwerk Weibo ihr Konto gesperrt. Für ein ganzes Jahr verliert Zhou damit ihren wichtigsten Kommunikationskanal. Zur Begründung hieß es, sie habe gegen Weibos „Beschwerde-Richtlinien“ verstoßen.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Zhou Xiaoxuan ist in China bekannt geworden, weil sie 2018 auf dem Höhepunkt der chinesischen MeToo-Bewegung einen der prominentesten Moderatoren des Staatsfernsehens wegen sexueller Belästigung angezeigt hat. Der Prozess hat ihr nach eigenen Worten deutlich gemacht, „warum so wenige Opfer vor Gericht gehen“. Ende Mai sollte es eigentlich zu einer zweiten Anhörung kommen. Doch die Sitzung wurde kurz vor Beginn auf unbestimmte Zeit vertagt.

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