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Unterricht in der Pandemie : „Schlimmer kann es nicht werden, dachte ich immer. Dann kam Corona.“

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Maske tragen ist Alltag in Schulen. Reicht das? Bild: dpa

Die meisten Schulen waren schon unter normalen Bedingungen am Limit. Jetzt kommt die Pandemie dazu. Eine Grundschullehrerin erzählt, was das im Alltag bedeutet.

          5 Min.

          Die Verhältnisse an unserer Schule sind schon so äußerst schwierig: zu wenig Lehrer, heterogene Klassen, halbherzige Inklusion und immer mehr Kinder, die aus dem Ruder laufen. Das ist der Alltag. Seit der Corona-Pandemie hat sich die Lage aber verschärft.

          Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten derzeit nicht, weil sie Risikopatienten sind oder jemanden in der Familie haben, der gefährdet ist. Von 16 Klassenlehrern an unserer Schule fehlen derzeit sechs, das sind mehr als ein Drittel. Die werden zwar durch Vertretungslehrer ersetzt, das ist aber nicht das Gleiche. Entweder sind das Lehramtsstudenten, die nur stundenweise kommen, oder Quereinsteiger aus komplett anderen Berufen. Sie waren vorher Banker, Stewardessen oder Architekten und sollen jetzt eine Klassenführung übernehmen, was natürlich nicht funktioniert, weil sie das noch nie gemacht haben. Im Alltag bedeutet das also für uns, den Rest des Kollegiums, dass wir die Quereinsteiger coachen müssen. De facto entspricht das einer doppelten Klassenführung, weil wir auch bei den Elternabenden und bei den wichtigen Elterngesprächen dabei sein müssen, zusätzlich zu denen in unserer eigenen Klasse.

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