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Prinz Harry und Meghan : Über die verzweifelte Suche nach Freiheit

Kein Kommentar: Das Paar, das alles getan hat, um das Narrativ über sein Leben zurückzubekommen, äußert sich in diesem Fall kurioserweise nicht. Bild: Reuters

Über das Paar, das auszog, um ein anderes Leben zu führen, erscheint bald ein Buch: „Finding Freedom“. Es illustriert das Ausmaß des Scherbenhaufens im britischen Königshaus.

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          Sollten die beiden Prinzen sich irgendwann dazu entscheiden, ihre Differenzen mit einem Familientherapeuten zu besprechen, würde dieser mit Blick auf das vorliegende Material vermutlich auf einen Satz hinweisen, der im Jahr 2017 fiel und für den Bruch im Königshaus nicht unerheblich gewesen sein könnte. Großbritannien stand in jenem Jahr unter dem Eindruck einer Serie von Terroranschlägen; bei dem Brand des Wohnhochhauses Grenfell Tower waren 72 Menschen ums Leben gekommen; der knappe Ausgang des Brexit-Referendums im Jahr zuvor hatte die Gesellschaft entzweit.

          Jennifer Wiebking

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Royals aber blieben die Royals und verloren auch in schwierigen Zeiten als Identifikationsfiguren nicht an Glaubwürdigkeit. Sie ließen sich regelmäßig blicken und verbreiteten Sicherheit und Optimismus. Die Besetzung, besonders in der jüngeren Generation, schien brillant, die Rollen klar verteilt: Da waren der verantwortungsbewusste Prinz William, die konziliante und wunderschöne Kate, ihre süßen Kinder, der draufgängerische Prinz Harry. Eine junge Familie, dazu ein scheinbar ewiger Single. Perfekt.

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