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Kinder und Dialekt : Warum ned einfach losschwätze?

  • -Aktualisiert am

Alemannischer Dialekt: Wie lange werden Kinder ihn noch lernen und sprechen? Bild: Illustration Nina Simon

Es gibt immer weniger Kinder, die heute Dialekt sprechen. Und wenn, dann gelten sie als provinziell und ungebildet. Was keiner weiß: Mundart fördert die kognitiven Fähigkeiten und sollte geschützt und gepflegt werden.

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          Lara runzelt die Stirn. „Vielleicht sprechen wir es falsch aus“, sagt sie und betrachtet das Kärtchen in ihrer Hand. Auf dem Stundenplan der Drittklässlerin steht heute Alemannisch. Dazu ist Heidi Zöllner von der Muettersproch-Gsellschaft an die Grundschule in Hausen im Wiesental gekommen, einem kleinen Ort im südlichen Baden-Württemberg. Und sie hat ein Mundart-Memory mitgebracht. Statt Bildern sollen die Schüler hochdeutsche und alemannische Begriffe einander zuordnen. Doch obwohl Laras Eltern und Großeltern regelmäßig Mundart sprechen: Was „Saudätsch“ heißen soll, das weiß sie beim besten Willen nicht.

          Wie Lara geht es vielen Kindern in Deutschland: Die älteren Generationen sprechen noch Dialekt, geben ihn aber nicht mehr weiter. Einige Wörter kennen die Kinder noch, benutzen sie aber nicht mehr aktiv. Der Wortschatz geht nach und nach verloren. Was bleibt, ist ein regionaler Klang bei der Aussprache schriftdeutscher Begriffe. Das ist schade, nicht nur für die Dialekte als Kulturgut, sondern auch für die Kinder selbst.

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