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Homosexualität in der Türkei : Wäre ich nicht in Istanbul, ich würde dich küssen

Bei der Gay-Pride-Parade am 25.06.2017 wird eine Aktivistin von Polizisten aufgegriffen. Bild: AFP

Das Leben in Istanbul hat sich schleichend verändert – auch für Homosexuelle. Wie ist es, als Lesbe in einer Stadt voller Restriktionen zu leben?

          6 Min.

          Überschallflugzeuge über der Stadt. Mit ohrenbetäubendem Lärm bretterten sie über die Dächer Istanbuls. In diesem Sommer 2016 blieben Mareikes neue Freunde zu Hause. Sie hatten Angst und konnten nicht aus dem Haus. Simulierte Bombenabwürfe, erklären sie später. Niemand traute sich raus.

          Johanna Dürrholz

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          „Es wurde immer schwieriger, Leuten zu erklären, dass ich trotzdem fahre“, sagt Mareike. Im September 2016 machte sie sich als Erasmus-Stipendiatin auf den Weg nach Istanbul. Trotz der Anschläge, in Einkaufsstraßen, am Flughafen. Trotz des Putsches und der Festnahmen, landauf, landab. Und trotz der Tatsache, dass sie lesbisch ist.

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