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Meghan und die Royals : Warum die „Firma“ versagt hat

Prinz Harry und Herzogin Meghan während ihrer Reise durch Südafrika. Bild: EPA

Die Briten können dabei zuschauen, wie eine junge, moderne Frau an den Medien zu zerbrechen droht. Und keiner tut etwas. Auch nicht die Royals selbst.

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          Der Tag, an dem die Fassade der Firma einen Riss bekam, war ein Sonntag. Am Abend lief im britischen Fernsehen die Dokumentation „Harry & Meghan: An African Journey“. Das klang nach Karen Blixen, Afrika und Adel, das passt doch! Man sah harmlos schöne Bilder. Lächeln, Winken, Nicken. Aber dann kam die Szene, in der die Herzogin auf einer Wiese in einem schlichten ärmellosen Kleid stand und so ehrlich und verzweifelt über den Druck sprach, dem sie ausgesetzt sei, dass die Briten in ihren Fernsehsesseln für kurze Zeit denken mussten, sie seien im falschen Film.

          Anke Schipp
          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das letzte Mitglied der königlichen Familie, das öffentlich über seine Gefühle sprach, war Prinzessin Diana gewesen. Vor 24 Jahren. Und kurz vor der Scheidung von Prinz Charles. Diana sagte damals in einem Fernsehinterview, dass die Medien sie in die Isolation getrieben hätten und dass sie lange gebraucht habe, zu erkennen, dass sie für sie nicht mehr sei als ein verkäufliches Produkt. Genutzt hatte es nichts, knapp zwei Jahre später starb sie bei einem Unfall in Paris – nach der Hetzjagd durch Paparazzi.

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