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Rückzug nach Vorentscheid : Warum Andreas Kümmert nicht zum ESC wollte

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Am Tag des Sieges, den er nicht genießen konnte: Andreas Kümmert Bild: dpa

Andreas Kümmert war der klare Sieger des ESC-Vorentscheids. Aber dann wollte er plötzlich nicht beim Wettbewerb antreten. Nun spricht er über die Gründe für seine Entscheidung – und die schwere Zeit danach.

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          Der Musiker Andreas Kümmert, 29, hat ein gutes halbes Jahr nach dem deutschen Vorentscheid zum European Song Contest (ESC) öffentlich seinen Rückzieher begründet. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag berichtet, litt der Unterfranke schon vor der Teilnahme am ESC-Vorentscheid in Hannover unter Panikattacken und Todesangst.

          Seinen Rückzieher nach dem Vorentscheid, bei dem ihn zwei Millionen Zuschauer zum ESC-Kandidaten für Deutschland gewählt hatten, erklärt Kümmert mit der Angst, sich für den Wettbewerb verstellen zu müssen: „Jeder will da Antworten auf hirnrissige Fragen, für die ich keinen Nerv hätte. Das hat mir plötzlich eine Riesenangst gemacht“, zitiert ihn die Zeitung. Er habe die Wahl spontan und ohne Rücksprache mit seinem Management abgelehnt.

          Danach brach eine Welle von Hassbekundungen aus den Sozialen Netzwerken über ihn herein. Unter den ständigen Beschimpfungen und Aufforderungen zum Selbstmord habe der Musiker sehr gelitten: „Ich habe geblutet“, beschreibt Kümmert seine Gefühle. Er habe damals gemerkt, „wie primitiv der Mensch in der heutigen Gesellschaft“ sein könne: „Ich habe so richtig Hass empfunden.“ Dieser Ärger habe ihn auch selbst zu Ausfälligkeiten im Internet verleitet.

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