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Musik, Schwimmen und Co. : Der richtige Zeitpunkt, um Kinder zu fördern

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Wann lernt das Kind am besten schwimmen? Die Methoden sind verschieden, doch eine Grundregel bleibt: Kinder sollten nicht gedrängt werden. Bild: Getty

Wann sollten Kinder ein Instrument spielen oder schwimmen lernen? Die Meinungen von Eltern gehen auseinander, Fachleute sagen: Vor allem vertraute Bezugspersonen spielen eine wichtige Rolle.

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          Der chinesische Pianist Lang Lang fing mit drei Jahren an, Klavier zu spielen, mit fünf Jahren gewann er einen Klavierwettbewerb und trat erstmals vor öffentlichem Publikum auf, mit neun Jahren startete er ein Studium an der Musikhochschule. Solche Wunderkind-Biographien mag nicht jeder vor Augen haben, aber trotzdem herrscht bei vielen Eltern heute ein großer Druck, sein Kind möglichst früh zu fördern, oft aus der Angst, man könnte etwas verpassen. Kleinkindkurse haben deshalb Konjunktur in Musikschulen, aber auch in Sportvereinen und Schwimmschulen gibt es Angebote für Kinder, die noch nicht einmal laufen können. Die Frage aber bleibt: Ist es tatsächlich sinnvoll, sein Kind früh ins Wasser zu werfen? Oder es mit drei Jahren schon ein Instrument lernen lassen? Ab wann sind Kinder motorisch überhaupt bereit dazu? Und stimmt es, dass es auch zu spät sein kann, bestimmte Fertigkeiten zu lernen?

          „Erst einmal ist die Bedeutung der Eltern-Kind-Beziehung wichtig“, sagt die Entwicklungspsychologin Fabienne Becker-Stoll, Professorin und Direktorin am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. „Eltern müssen von Anfang an die Signale ihre Babys erlernen, interpretieren und angemessen darauf reagieren.“ Wenn Eltern feinfühlig mit ihren Babys umgingen, dann stimme meist die Kommunikation, und sie erkennten, was ihren Kindern Freude mache und wofür sie sich interessierten, so die Entwicklungspsychologin.

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