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Von der Uni in den Burn-out : Warum so viele junge Lehrer scheitern

Vor einer Klasse zu stehen und die Welt zu erklären - das war der Berufswunsch. Im Alltag jedoch warten ungezählte andere Aufgaben. Bild: Ute Grabowsky/photothek

Der eigentliche Unterricht ist nur ein Punkt auf der langen To-Do-Liste junger Lehrer. Entweder sie verraten ihre Ideale, oder sie arbeiten über die Belastungsgrenze hinaus. Ein Porträt einer Falle.

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          Der Morgen ist der Beginn einer langen Liste, die sich nicht anders als atemlos lesen lässt. Ab in die Schule, auf dem Weg Mails checken, hoffen, dass kein Elternteil lange Beratungswünsche geäußert hat und keine spontane Konferenz anberaumt wurde. Unterricht. Pausenaufsicht. In der Freistunde die Arbeitsblätter kopieren, am Kopierer eine Schlange, wertvolle Minuten gehen drauf. Gespräche. Dann nach Hause, korrigieren, vorbereiten, Ausflüge organisieren, Projekte, Klassenfahrten und Vorträge. Sich etwas für das Kulturfest am Wochenende überlegen.

          Vor allem aber korrigieren. Vier Deutschklassen mit 25 bis 30 Kindern, das macht bei mindestens 30 Minuten pro Aufsatz 54 Stunden für einen einzigen Satz Arbeiten. Viermal im Jahr entspricht das ziemlich genau den ganzen Sommerferien. Darum ist alles streng durchgetaktet. Bei einer einzigen Unregelmäßigkeit – das kann ein Telefonat mit einer besorgten Mutter sein oder ein vergessener Schlüssel – fliegt einem der Tag um die Ohren.

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