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Neue Verbote auf Mallorca : Sind die Alkoholexzesse am Ballermann bald vorbei?

Die neuen Vorschriften, die die Regierung in einer Eilverordnung durchgesetzt hat, gelten zunächst nur für die Playa de Palma – den Ballermann. Bild: dpa

„Happy hour“-Angebote, Partyboote und „Balkonklettern“ – das alles soll es bald nicht mehr auf dem Ballermann geben. Die Regierung geht in einem neuen Gesetz stark gegen die Exzesse der Partyregion vor.

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          Die balearische Regionalregierung greift mit einer Eilverordnung gegen die Alkoholexzesse an den Stränden von Mallorca und Ibiza durch. Die neuen Vorschriften, die das Kabinett am Freitag in Palma verabschiedete, betreffen nach einem Bericht des spanischen Rundfunksenders Cadena Ser zunächst nur die Playa de Palma, den sogenannten Ballermann, das bei Briten beliebte Magaluf und in San Antoni de Portmany auf Ibiza. Sie sollen aber ausgeweitet werden.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          An Stelle von „All inclusive“-Angeboten muss dort schon in wenigen Wochen jedes alkoholische Getränk einzeln bezahlt werden. Kleinere Ausnahmen gelten nur zum Mittags- und Abendessen in Hotels, die entsprechend gebucht wurden. „Happy hour“-Angebote mit ermäßigten Preisen werden abgeschafft, die Öffnungszeiten der Läden, die Alkohol verkaufen werden eingeschränkt. Das Kabinett verbot zudem „Partyboote“.

          Zudem sollen härtere Strafen Touristen vom lebensgefährlichen „Balconing“ abhalten. Gäste springen von ihren Balkonen ins Schwimmbad oder klettern oft unter Alkoholeinfluss - von Balkon zu Balkon. Dabei kam es immer wieder zu tödlichen Stürzen. Wer dabei erwischt wird, muss künftig das Hotel sofort verlassen. Zusätzlich wurden die Geldstrafen auf 6000 bis zu 60.000 Euro erhöht. Hotel- und Barinhabern, die sich nicht an die in Europa einmaligen Einschränkungen beim Alkoholausschank halten, drohen Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro.

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