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Vereinigte Staaten : Präsidenten-Witwe Betty Ford ist tot

  • Aktualisiert am

Betty Ford, 1918-2011 Bild: Reuters

Die Witwe des amerikanischen Präsidenten Gerald Ford wurde durch ihre Offenheit im Umgang mit persönlichen Krisen berühmt. Die von ihr mitgegründete Betty-Ford-Klinik hat seit ihrer Gründung 90.000 drogenabhängige Menschen behandelt.

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          Die frühere First Lady der Vereinigten Staaten, Betty Ford, ist tot. Die Witwe des ehemaligen Präsidenten Gerald Ford starb am Freitag im Alter von 93 Jahren, wie ein Freund der Familie mitteilte. Betty Ford wurde vor allem durch die nach ihr benannte Reha-Klinik, das Betty Ford Center in Kalifornien, berühmt, die sie nach ihrem eigenen Triumph über eine Tabletten- und Alkoholsucht mitgegründet hatte. In der Klinik sind seither mehr als 90.000 Menschen wegen Drogenproblemen behandelt worden, darunter auch Stars wie Liz Taylor, Johnny Cash und Lindsay Lohan.

          Ford war von 1948 bis zu seinem Tod im Jahr 2006 mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Gerald Ford verheiratet, der zwischen 1974 und 1977 das Land regierte. Die Amerikanerin fiel durch ihre Offenherzigkeit, ihre Schlagfertigkeit und ihren Mut auf, als sie gegen eine Brustkrebserkrankung, schwere Arthritis und ihre Tabletten- und Alkoholsucht kämpfte. Durch ihren für die 1970er Jahre ungewohnt offenen Umgang mit dem Thema Brustkrebs brachte sie viele Amerikanerinnen dazu, sich ebenfalls untersuchen und behandeln zu lassen. Ford setzte sich auch für Abtreibungs- und Frauenrechte ein.

          Machte Drogenabhängigkeit öffentlich

          15 Monate nach dem Ende der Amtszeit ihres Mannes machte sie ihre Drogenabhängigkeit öffentlich und kündigte an, sich in Behandlung zu begeben. Ford erklärte später, die Intervention ihrer Familie, die sie im April 1978 zu einer Therapie aufforderte, habe ihr das Leben gerettet. Ihr Kampf gegen die Drogensucht wurde zum Vorbild für das Betty Ford Center. Ford habe dazu beigetragen, das gesellschaftliche Stigma rund um die Drogenabhängigkeit zu beseitigen und Tausende Menschen inspiriert, Hilfe zu suchen, sagte der amerikanische Präsident Barack Obama in einer Erklärung.

          Ihr tabuloser Umgang mit Krankheit und Drogenabhängigkeit machte sie zu einer Hoffnungsträgerin für viele Amerikaner

          Neben ihrer eigenen Erfahrung im Kampf gegen die Drogenabhängigkeit war auch die eines befreundeten Geschäftsmanns, dem sie bei der Überwindung seiner Alkoholsucht half, die Inspiration für das 1982 eröffnete Betty Ford Center. Ford half dabei, drei Millionen Dollar für die Klinik aufzubringen und willigte nur zögerlich ein, sie nach ihr benennen zu lassen. „Der Name des Centers ist sowohl eine Last wie auch eine Ehre gewesen“, schrieb Ford später.

          Höchste zivile Auszeichnung

          Zu Patienten der Klinik sagte sie gerne, sie sei „nur eine weitere Frau, die dieses Problem hatte“. Leute, die wieder gesund wurden, hätten ihr oft gesagt, sie habe deren Leben gerettet, sagte Ford einmal in einem Interview. „Die sind sich nicht bewusst, dass wir nur die Möglichkeit dafür schaffen, dass sie es selbst machen. Das ist alles.“ Für ihre Bemühungen rund um das Betty Ford Center wurde der ehemaligen First Lady 1991 die Freiheitsmedaille des Präsidenten verliehen - die höchst zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

          Wegen ihrer grau-grünen Augen, ihrer kastanienbraunen Haare und ihres stattlichen Auftretens wurde Ford oft etwas Majestätisches nachgesagt. Mit Gerald Ford war die Amerikanerin in zweiter Ehe verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor - drei Söhne und eine Tochter. Der Republikaner Gerald Ford war im Jahr 1974 dem zurückgetretenen Richard Nixon ins Amt gefolgt und blieb nur drei Jahre im Weißen Haus, bis er von Jimmy Carter abgelöst wurde. Gerald Ford starb im Dezember 2006, ebenfalls im Alter von 93 Jahren.

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