https://www.faz.net/-gum-835ae

Verdacht der Nötigung : Weselsky drängelt auf der Autobahn

  • Aktualisiert am

Auf der Überholspur: Claus Weselsky Bild: dpa

GDL-Streikführer Claus Weselsky soll einen Autofahrer auf der A5 bedrängt haben. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr ein, weil der gegängelte Fahrer Anzeige erstattet hatte.

          1 Min.

          Einen Tag vor Ende des bislang größten Bahnstreiks in Deutschland erhebt ein Autofahrer in der „Bild“-Zeitung Vorwürfe gegen Streikführer Claus Weselsky. Im vergangenen Jahr habe Weselsky ihn im Straßenverkehr massiv bedrängt. Am Abend des 2. Juli sei Dietrich O. mit seiner Familie auf der A5 in Hessen mit Tempo 180 unterwegs gewesen, „als von hinten ein dunkler Audi heran rauschte“. Der Fahrer habe den Blinker links gesetzt und mehrfach Lichthupe gegeben. Dietrich O. konnte wegen des starken Verkehrs nicht auf die Nebenspuren ausweichen. „Als ich dann nach rechts konnte, gab der Audi Gas. Der Fahrer zeigte uns deutlich den Stinkefinger“.

          Am Steuer soll Weselsky gesessen haben. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, ermittelte die Staatsanwaltschaft Gießen wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr (Az.: 201 Js 31524/15). Dietrich O. hatte unter Angabe des Kennzeichens Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Claus Weselsky bestätigte gegenüber der F.A.Z., dass das Verfahren gegen eine Zahlung von 250 Euro an den „Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ eingestellt wurde.

          Die Staatsanwaltschaft verzichtete somit darauf, festzustellen, ob der Vorwurf gegen Weselsky tatsächlich zutraf. Bei der Zahlung handelt es sich nicht um ein Schuldeingeständnis im juristischen Sinne.

          Weitere Themen

          Flucht vor der Dürre

          Tierumsiedlung in Zimbabwe : Flucht vor der Dürre

          Einst waren die Wilderer ihr größter Feind, jetzt ist es die Dürre: In Zimbabwe und Botswana verenden viele Tiere qualvoll. Um das Schlimmste zu verhindern, sollen einige Tiere nun umgesiedelt werden.

          Öldiebe in Nigeria

          Afrikas Rohstoffe : Öldiebe in Nigeria

          Das bevölkerungsreiche Land Afrikas verfügt über riesige Vorkommen an Erdöl. Doch dem Staat entgehen durch Diebstahl hohe Einnahmen – jeden Tag werden rund 400.000 Fass Rohöl gestohlen.

          Topmeldungen

          Unsere Sprinter-Autorin: Heike Göbel

          F.A.Z.-Sprinter : Rezession, oder nicht?

          Die beunruhigenden Abschwungsignale in der deutschen Wirtschaft mehren sich schon länger. Heute erfahren wir, ob das Land in einer Rezession steckt. Was sonst noch wichtig wird, steht im Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.