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„State of the Union“-Ansprache : Joshua Trump schläft mitten in Trumps Rede ein

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Joshua Trump schläft während der Rede zur Lage der Nation. Offenbar fand sie etwas zu spät statt. Bild: AFP

Joshua Trump wurde aufgrund seines Nachnamens als Ehrengast zu Trumps „State of the Union“-Rede eingeladen. Seine Begeisterung schien sich aber in Grenzen zu halten. Die Rede fand wohl etwas zu spät statt.

          Die rund 80 Minuten lange Rede zur Lage der Nation des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist für dessen Ehrengast, den Schüler Joshua Trump, offenbar zu lang gewesen. Der Elfjährige schlief mitten in der Ansprache im vollbesetzten Repräsentantenhaus ein. Das Nickerchen blieb den Fotografen nicht verborgen: Deren Fotos zeigen, wie der kleine Namensvetter Trumps zwei Plätze neben First Lady Melania in seinen Sitz versunken wegdämmerte.

          Melania Trump hatte den Jungen zum Symbol für ihren Kampf gegen Mobbing gemacht, weil dieser über Monate in seiner Schule im amerikanischen Bundesstaat Delaware wegen seines Nachnamens gehänselt worden war. Seine Eltern unterrichteten ihn daraufhin ein Jahr zu Hause. Als er im vergangenen Sommer an eine öffentliche Schule zurückkehrte, setzten die Schikanen wieder ein. Joshua Trump, der mit dem 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht verwandt ist, bat die Lehrer seiner Schule in Wilmington vor einigen Wochen, im Unterricht den Nachnamen seiner Mutter Meghan Berto tragen zu dürfen.

          „Er sagte, dass er sich und seinen Nachnamen hasste und dass er so nicht mehr weiterleben wolle“, sagte Berto dem amerikanischen Sender WPVI damals. Obwohl mehrere Mitschüler bestraft wurden, geht Joshua vorerst weiter unter dem Namen seiner Mutter zur Schule. Melania Trump lud ihn als Ehrengast zur Rede der Nation ein. Dass diese erst um 21.00 Uhr (Ortszeit) begann, war für den Schüler offenbar zu spät.

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