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Urteil in Texas : Marlise Muñoz darf endlich sterben

  • Aktualisiert am

Ehemann Erick Muñoz vor dem Familienfoto mit seiner Frau Marlise und dem gemeinsamen Sohn Bild: AP

Seit zwei Monaten wird die hirntote Marlise Muñoz gegen ihren erklärten Willen künstlich am Leben gehalten, weil sie schwanger ist. Nun entschied ein Gericht, die Maschinen abzuschalten.

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          Ein US-Gericht hat die Abschaltung der lebenserhaltenden medizinischen Apparaturen bei einer für hirntot erklärten Schwangeren angeordnet. Die Maschinen, mit denen die 33 Jahre alte Texanerin Marlise Muñoz am Leben gehalten werde, müssten bis zum Montagnachmittag abgeschaltet werden, entschied das Gericht im texanischen Fort Worth am Freitag.

          Das John-Peter-Smith-Hospital, in dem sich Muñoz zur Zeit befindet, teilte umgehend mit, der Anweisung Folge zu leisten. Weiter hieß es, der Fötus sei „nicht überlebensfähig“.

          Der Fall von Marlise Muñoz hatte in den Vereinigten Staaten heftige Diskussionen ausgelöst. Vor allem zu den Themen Abtreibung und Sterbehilfe waren in den letzten Monaten heftige Debatten entfacht worden.

          Texas gehört zu den zwölf Bundesstaaten, in denen per Gesetz verlangt wird, dass schwangere Frauen unter allen Umständen am Leben erhalten werden müssen.

          Muñoz war Ende November 2013 mit einer Lungenembolie zusammengebrochen. Ihrem Ehemann Erick zufolge war nicht klar, wie lange der Fötus damals nicht mit Sauerstoff versorgt wurde. Laut Schilderung der Angehörigen hatte Muñoz den Wunsch geäußert, bei einem Schicksalsschlag nicht künstlich am Leben erhalten zu werden. Die Klinik berief sich aber auf die bestehenden Bestimmungen.

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