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#MeQueer gegen Homophobie : „Ihr müsstet nur mal richtig zugeritten werden!“

  • Aktualisiert am

Teilnehmer des Christopher Street Day am 04. August 2018 in Hamburg Bild: EPA

Tausende Nutzer sprechen sich unter #MeQueer gegen Trans- und Homophobie aus. Die bewegenden Berichte zeigen, dass die Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen noch immer ein großes Problem ist – auch in Deutschland.

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          Auf #MeToo folgte #MeTwo folgt nun #MeQueer: Unter letztgenanntem Hashtag twittern seit dem Wochenende Tausende Mitglieder der LGBTIQ-Community über negative Erfahrungen. Ob Mobbing in der Schule, die Angst vor dem Outing oder körperliche Gewalt – viele homo-, bi- oder transsexuelle Menschen haben in Deutschland schon Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren müssen.

          Ins Leben gerufen wurde der Hashtag von dem Autoren Hartmut Schrewe, der twitterte: „Mein Mann ist mein Ehemann und nicht mein Kumpel. Wann hört das endlich auf? #Homophobie #MeQueer“ In den folgenden Tagen ging der Hashtag viral, viele Betroffene teilten ihre Erfahrungen mit.

          Andere Twitter-Nutzer reagieren bestürzt auf die Offenbarungen der LGBTIQ-Gemeinschaft: „Wir sind längst nicht so weit, wie ich dachte“, schreibt ein User. Viele Tweets erzählen von offenen Anfeindungen oder gar physischer Gewalt, die zeigen: Auch in Deutschland, wo 2017 die Ehe für Alle eingeführt wurde, werden Homo-, Bi- und Transsexuelle nach wie vor diskriminiert und ausgeschlossen.

          Auf die #MeQueer-Bewegung reagieren manche User allerdings auch abwehrend. „Das tut weh? Hungersnöte, Verkriegung, Versklavung, DAS tut weh“, schrieb etwa ein Nutzer.

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