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Serie: Kinderkriegen heute : „Das Einfachste auf der Welt schaffen wir nicht“

  • -Aktualisiert am

Kinderkriegen in der Zukunft - Für das Spezial zum Thema Kinderkriegen im Leben der Sonntagszeitung fotografiert Julia Zimmermann Protagonistinnen, Familien, Situationen und Orte. Bild: Julia Zimmermann

Als Martin feststellt, dass seine Spermien nicht richtig taugen und er auf natürlichem Weg nicht Vater werden kann, überkommt ihn Trauer. Ein Leben lang hatte er sich Kinder gewünscht. Hier erzählt er, wie er trotzdem Vater geworden ist.

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          Mein allererster Kontakt mit dem Thema assistierter Kinderwunsch war, als ich mit einem Freund beim Wein saß und der mir die Empfehlung aussprach: Du, bevor ihr so lange rumprobiert wie wir, lass dich doch einfach mal testen. Das Ergebnis meines ersten Spermiogramms war gut, aber das zweite und alle weiteren waren so, dass man mir sagte: Auf natürlichem Wege ist es eigentlich nicht möglich. Da der Befund nicht so eindeutig war, haben wir mindestens ein Jahr mit uns gerungen, bis wir uns entschieden haben, ins Kinderwunschzentrum zu gehen.

          Es gab in dieser Zeit zwei Momente, die mich sehr mitgenommen haben. Wir hatten diesen Termin in der ersten Kinderwunschklinik, die wir daraufhin gewechselt haben, bei dem die Ärztin zu mir sagte: „Manche Linien sollen eben auf natürliche Weise enden.“ Dieser Satz spielt immer mal wieder eine Rolle für mich – der Gedanke, dem Ganzen auf künstliche Weise assistiert und der Natur irgendwie ins Handwerk gepfuscht zu haben. Der zweite Moment war beim Metzger, als vor mir ein Vater mit seinem Sohn stand und der dieses typische Wiener Würstchen über die Ladentheke gereicht bekommen hat. In dem Moment dachte ich: Vielleicht werde ich das niemals erleben. Das hat mich sehr traurig gemacht, aber in Tränen bin ich erst ausgebrochen, als ich meiner Frau davon erzählte.

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