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Familien und Einwanderung : „Du sollst es mal besser haben“

Bild: Attila Futaki

Eingewanderte Eltern wünschen sich oft, dass ihre Kinder es einmal besser haben als sie selbst. Doch sind die Kinder dann erwachsen, gibt es teils Probleme. Denn mit besser meinten die Eltern nicht: anders, liberaler, deutscher.

          7 Min.

          „Du warst unsere letzte Hoffnung!“ Diesen Ausruf muss sich Aynur manchmal von ihren Eltern anhören. Wenn sie zu Besuch bei ihnen in Süddeutschland ist und die Familie gemeinsam am Esszimmertisch sitzt, der Vater wie immer am Kopfende, oder wenn ihre Mutter sie abends anruft, mit sorgenvoller Stimme, und Aynur nach ihrem Lebenswandel ausfragt. Denn sie ist schon das dritte Kind, das den Erwartungen der Eltern nicht gerecht wird.

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Aynurs Eltern sind beide Kinder türkischer Gastarbeiter, selbst aber erst als Jugendliche nach Deutschland gekommen. In der Türkei haben sie die Volksschule besucht, in Deutschland dann Kissenbezüge genäht und Fensterheber in Autos eingesetzt. Aynur hat Abitur gemacht, Note 1,7. Sie hat einen Master in Wirtschaftsinformatik und eine gut bezahlte unbefristete Arbeitsstelle in einer Unternehmensberatung. Insofern entspricht sie dem Credo der Eltern: „Du sollst es mal besser haben als wir!“

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