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Requisite aus den Siebzigern : Nachbildung von „Nessie“ entdeckt

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Stellt Loch Ness seit 80 Jahren vor ein Rätsel: In den dreißiger Jahren tauchten grobkörnige Fotos des vermeintlichen Monsters „Nessie“ auf. Bild: AP

Ein Unterwasser-Roboter hat auf dem Seegrund von Loch Ness eine Nachbildung des Monsters entdeckt. Das künstliche Ungeheuer lag mindestens 46 Jahre im See – was kein Zufall ist.

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          Ungeheuerlicher Fund im See Loch Ness: Ein Unterwasser-Roboter hat auf dem Grund des berühmten schottischen Gewässers eine Nachbildung des legendären Monsters entdeckt. „Obwohl es die Form von ’Nessie’ hat, handelt es sich nicht um die Überreste des Monsters, das die Welt seit 80 Jahren vor ein Rätsel stellt“, teilte die schottische Tourismusbehörde am Mittwoch mit.

          Vielmehr sei das Objekt mit seinem etwa neun Meter langen Hals vor vier Jahrzehnten als Requisite für den Film „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ von Regisseur Billy Wilder genutzt worden.

          Eine norwegische Firma erstellt aktuell eine hochauflösliche Karte des Sees. Ein U-Boot soll helfen, die Untergründe des bis zu 230 Meter tiefen Sees.

          Die Gerüchte über das geheimnisvolles Ungeheuer von Loch Ness reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gaben eine Reihe von Berichten und erste wenngleich eher grobkörnige Fotos dem „Nessie“-Mythos neuen Schwung.

          Eine norwegische Firma erstellt derzeit eine hochauflösende Karte des bis zu 230 Meter tiefen Sees. Vor einigen Tagen hatten Experten die „Nessie“-Fans bereits mit der Feststellung enttäuscht, dass der von ihnen vermutete Graben auf dem Grund des Sees, in dem sich das Ungeheuer verstecken könnte, nicht existiert. Stattdessen wurde bei der Expedition ein Schiffswrack gefunden.

          Unerwarteter Fund: Das Forschungs-U-Boot entdeckte eine Nachbildung des Monsters, von dem alleine der Hals eine Länge von neun Metern aufwies.

          In dem See waren früher bereits die Überreste eines Kampfflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg, ein 100 Jahre altes Fischerboot sowie ein Schnellboot entdeckt worden, das 1952 für einen fehlgeschlagenen Weltrekordversuch genutzt worden war. Loch Ness ist nach wie vor ein Touristenmagnet und beschert der Region Einnahmen von etwa 76 Millionen Euro pro Jahr.

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