Nicht gelöschte Hassbeiträge :
Twitter muss 6000 Euro an Nutzerin zahlen

Lesezeit: 3 Min.
Streitgegenstand waren mehrere Posts, die Anfang 2019 auf Twitter ver­öffentlicht wurden. (Symbolbild)
Weil Twitter beleidigende Inhalte nicht unverzüglich gelöscht hat, stehen einer betroffenen Nutzerin laut einem Urteil nun 6000 Euro zu. Die Richter warnten zudem vor Einschüchterungseffekten durch Hassrede.

Weil die Social-Media-Plattform beleidigende Inhalte zu spät entfernte, hat das Landgericht Frankfurt Twitter zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 6000 Euro an die betroffene Nutzerin verurteilt. Zudem hat die Frau Anspruch auf Unterlassung sowie Erstattung der Anwaltskosten, wie die Richter am Freitag feststellten. Die Plattform habe die entsprechenden Inhalte trotz Kenntnis über deren Rechtswidrigkeit nicht unverzüglich gelöscht und sei dadurch mitverantwortlich an der Persönlichkeitsverletzung der Betroffenen, heißt es in der Urteilsbegründung, die der F.A.Z. vorliegt.

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