Berühmte Medienanwälte : Till Lindemann wird nun von Schertz Bergmann vertreten
In einem Schreiben hat die berühmte Rechtsanwaltskanzlei Schertz Bergmann verkündet, von nun an Rammstein-Sänger Till Lindemann in äußerungs- und presserechtlichen Angelegenheiten zu vertreten. In den sozialen Medien, heißt es in dem Schreiben, seien von diversen Frauen „schwerwiegende Vorwürfe zulasten unseres Mandanten“ erhoben worden.
Es sei wiederholt behauptet worden, Frauen seien bei Konzerten von Rammstein „mithilfe von K.-o.-Tropfen bzw. Alkohol“ betäubt worden, „um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können“. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr.“ Wegen sämtlicher Anschuldigungen dieser Art würden umgehend rechtliche Schritte gegen die einzelnen Personen eingeleitet.
„Unzulässige Verdachtsberichterstattung“
Des Weiteren moniert die Rechtsanwaltskanzlei die Berichterstattung der Medien im Fall Lindemann. In einer Vielzahl von Fällen sei es zu einer „unzulässigen Verdachtsberichterstattung“ gekommen. Es sei nicht nur versäumt worden, „hinreichend Beweistatsachen zu recherchieren und zusammenzutragen“, sondern auch gegen die Vorgabe verstoßen worden, „ausgewogen und objektiv zu berichten“.
In fast allen Fällen habe eine „nachhaltige Vorverurteilung“ zulasten Till Lindemanns stattgefunden, was im Rahmen der Verdachtsberichterstattung unzulässig sei. Auch sei es wiederholt versäumt worden, eine Stellungnahme Lindemanns einzuholen. Auch gegen rechtliche Verstöße gegen die „Grundsätze der Verdachtsberichterstattung“ werde man rechtlich vorgehen.
Der Medienanwalt Christian Schertz ist dafür bekannt, prominente Personen zu vertreten wie etwa den Satiriker Jan Böhmermann, Politikerin Claudia Roth oder Schauspielerin Maria Furtwängler. Die Causa Lindemann wird nun allerdings von seinem Kollegen Simon Bergmann übernommen.

