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Diamantenes Thronjubiläum : Isn’t she lovely?

Familienauszug: Königin Elisabeth II. (vorn in Weiß) verlässt nach dem Dankgottesdienst mit den übrigen „Royals“ die St.-Pauls-Kathedrale Bild: AFP

Mit „selbstlosen Pflichtbewusstsein“ die ganze Nation inspiriert: Die Feierlichkeiten zum Diamantenen Thronjubiläum der britischen Königin sind an diesem Dienstag zu Ende gegangen.

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          Mit einem Dankgottesdienst in der St.-Pauls-Kathedrale, einem Festessen in der mittelalterlichen Westminster Hall und einer Kutschprozession zum Buckingham-Palast sind die Feierlichkeiten zum Diamantenen Thronjubiläum der britischen Königin Elisabeth II. in London zu Ende gegangen. Die Königin absolvierte das Programm am Dienstag ohne Prinz Philip; ihr Mann war am Montag wegen einer Blaseninfektion in ein Londoner Krankenhaus gebracht worden. Die Königin hatte auch das Festkonzert am Montagabend vor ihrer Londoner Residenz ohne den Prinzgemahl besucht.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Vor der Kulisse des Buckingham-Palastes, auf dessen Fassade Lichtprojektionen wechselnde spektakuläre Bilder warfen, waren viele große Namen der britischen Popmusik aufgetreten. Sir Tom Jones, Sir Paul McCartney, Sir Elton John, Sir Andrew Lloyd Webber, Sir Cliff Richard und Dame Shirley Bassey, die alle von der Königin im Lauf der zurückliegenden Jahrzehnte für ihre Verdienste um die Musik in den Ritterstand erhoben worden waren, zollten der Monarchin mit ihren Beiträgen Tribut.

          „Euer Majestät. Mama“

          Viele sangen Titel aus ihrem Repertoire, aus denen sich Bezüge zum Jubiläum ergaben. Cliff Richards: „Congratulations“; Shirley Bassey: „Diamonds are forever“; Stevie Wonder: „Isn’t she lovely?“ Die Gruppe Madness schließlich, die am Dachsims des Palastes Aufstellung nahm, gab von dort aus zuerst „My house“ zum Besten, was nicht als anarchischer Eroberungsanspruch zu nehmen war, sondern eher als freundliche Vereinnahmung des Palastes und seiner Bewohner durch die gesamte Nation - denn anschließend folgte der Titel „It must be love“. Am Ende betrat die Königin selbst die Bühne, um eines der vielen tausend Freudenfeuer zu entzünden, die zu ihren Ehren in der Nacht zum Dienstag an vielen Orten der Welt abbrannten.

          Feuer und Flamme für die Queen: 12.000 Gewinner eines Preisausschreibens verfolgen die Show aus der Nähe Bilderstrecke

          Zuvor nahm sie mit einem Strahlen eine sehr persönliche und liebevolle Huldigung ihres Sohnes Charles entgegen: „Euer Majestät. Mama“, begann der Thronfolger, bevor er daran erinnerte, wie seine Eltern nach dem Tode seines Großvaters, Georg VI., ihr bis dahin unbeschwertes Leben unvermittelt mit den Pflichten des Königtums eintauschen mussten. Er nehme Gelegenheit, seiner Mutter und seinem Vater dafür zu danken, „dass sie immer für uns da waren“, sagte Charles, und meinte nicht nur die Familie, sich selbst und seine Geschwister mit dem „uns“. Die Königin habe mit ihrem „selbstlosen Pflichtbewusstsein“ die ganze Nation inspiriert und sie „stolz gemacht, britisch zu sein“.

          Die 12.000 geladenen Gäste und Hunderttausenden Schaulustigen skandierten „Philip, Philip“, als sie gebeten worden waren, einen Genesungsruf an den abwesenden Prinzgemahl zu senden. Philip fehlte auch am Dienstag auf dem Balkon des Buckingham-Palastes, wo sich die Königin im Kreise ihrer Familie von einer abermals jubelnden Menge aus dem Jubiläumswochenende verabschiedete. Am Abend bedankte sie sich in einer Fernsehansprache nochmals für die Zuneigung, die ihr ihre Untertanen bei dieser Gelegenheit in so überwältigendem Maße geschenkt hatten.

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