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Nach mehr als 40 Jahren : Thomas Gottschalk und Ehefrau Thea haben sich getrennt

  • Aktualisiert am

Die Gottschalks 2018 bei der Premiere der Bayreuther Festspiele Bild: dpa

Der Entertainer und seine Frau sind kein Paar mehr. Gottschalks Anwalt bestätigt die Trennung des Paares nach mehr als 40 Jahren Ehe.

          Fast ein halbes Jahrhundert gingen TV-Moderator Thomas Gottschalk und seine Ehefrau Thea gemeinsam durchs Leben. 1972 lernen sich der Entertainer und die Schauspielerin, damals noch Thea Hauer, auf einem Medizinerball in München kennen. Vier Jahre später, am 11. November 1976, heiraten die beiden und führten mehr als 40 Jahre eine skandalfreie Ehe – zumindest bis jetzt. Denn wie am Montag bekannt wurde, hat das Ehepaar Gottschalk hat sich vor geraumer Zeit getrennt. Das bestätigte Gottschalks Anwalt Christian Schertz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

          Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet: Demnach soll der Entertainer eine neue Frau kennengelernt haben, dazu wollte er sich jedoch nicht äußern. „Wir bitten, die Privatsphäre der Familie Gottschalk zu respektieren und von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen.“ Die Kinder des Paares seien vor wenigen Wochen über die schmerzhafte Entscheidung informiert worden, heißt es in dem Bericht.

          Thomas und Thea Gottschalk haben zwei Söhne: Roman Gottschalk kam am 5. November 1982 zur Welt, 1989 adoptierten sie ihren zweiten Sohn, Tristan. Beide Söhne machten das Ehepaar Gottschalk zu Großeltern. Tristan wurde bereits 2010 Vater eines Sohnes, Roman zog 2018 nach. Per Twitter verkündete Thomas Gottschalk Anfang 2018, dass er wieder Opa geworden sei. Der Enkel höre auf den Namen Sebastian.

          Zuletzt hatte ein Feuer die Familie beschäftigt

          Tristan und Roman wuchsen in Kalifornien auf. In den 1990er Jahren verließ die Familie Deutschland und zog nach Malibu. Dort war die Familie vor wenigen Monaten von den andauernden Waldbränden betroffen: Ein Feuer zerstörte im November 2018 das Anwesen der Familie, eine umgebaute Windmühle. Während der Moderator zum Zeitpunkt des Brands in Deutschland arbeitete, war Thea Gottschalk vor Ort, konnte sich und die gemeinsamen Katzen jedoch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

          Den verheerenden Waldbränden in Kalifornien fiel auch das Anwesen der Familie Gottschalk zum Opfer. Die umgebaute Windmühle brannte bis auf die Grundmauern nieder.

          Mehr aber auch nicht: Mit dem Haus verbrannte auch die gesammelte Kunst des Moderators. So zum Beispiel Rainer Maria Rilkes Gedicht „Der Panther“, das in der originalen Handschrift des Verfassers an der Wand hing. Dem bayerischen Rundfunk sagte Gottschalk dazu: „Die Katzenklos sind gerettet, und mein Rilke ist verbrannt, aber das ist eben auch der Wahnsinn dieser Situation."

          Für diesen gelassenen Umgang mit der Katastrophe erhielt er dafür nicht nur einen Bambi Sonderpreis, sondern wurde auch vom „Spiegel“ zu einem der Helden des Jahres 2018 ernannt. Auf diese Auszeichnung reagierte Gottschalk mit einem Leserbrief, dem er ein Foto seines Bayrischen Verdienstordens anhängt. Er schrieb dazu: „Als kleines Zeichen meiner Dankbarkeit ein Foto zur Erbauung. In dem Safe, in dem alle Urkunden und Dokumente meiner gesamten Familie verglüht sind (der Safe war „Made in Germany“ und „feuersicher“), befand sich auch mein Bayrischer Verdienstorden. Jetzt sieht er wenigstens so aus, als hätte ich ihn mir erkämpft. Es grüßt der Phoenix aus der Asche.“ Ministerpräsident Markus Söder reagierte sofort und versprach, dass dem Moderator der Orden ersetzt würde. Schließlich sei Bayern stolz auf ihn.

          Gottschalk wuchs im oberfränkischen Kulmbach auf, studierte Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und arbeitete ab 1971 beim Bayerischen Rundfunk, bevor ihm 1976 sein Durchbruch im TV gelang. Seitdem ist Thomas Gottschalk als Moderator aus der deutschen Fernseh-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Seine Bekanntheit verdankt er vor allem der ZDF-Show „Wetten, dass ...?“, durch die er mit kurzer Unterbrechung von 1987 bis 2011 führte.

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