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Kolonie im Weltraum : Tesla-Gründer Musk will den Mars besiedeln

  • -Aktualisiert am

Elon Musk auf dem Internationalen Astronauten-Kongress in Guadalajara Bild: Reuters

Die Zukunft der Menschheit liegt nicht auf der Erde, glaubt Elon Musk. Deshalb will er auf dem Mars eine Kolonie aufbauen. Der Preis für die Reise zum roten Planeten fällt dabei überraschend günstig aus.

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          Elon Musk zieht es auf den Mars. Der kanadisch-amerikanische Gründer der Automobilfirma Tesla Motors und des Unternehmens SpaceX stellte am Dienstag Pläne für Raumschiffe vor, die in den nächsten Jahrzehnten etwa eine Million Menschen auf den Mars bringen sollen. „Wenn die Menschheit auf der Erde bleibt, wird sie irgendwann ausgelöscht“, sagte Musk auf dem Internationalen Astronauten-Kongress im mexikanischen Guadalajara. „Eine Alternative wäre, eine raumfahrende Zivilisation und multi-planetare Spezies zu werden.“

          Nach unbemannten Testflügen für die kommenden Jahre kündigte der 45 Jahre alte Milliardär eventuell schon für das Jahr 2024 die erste Exkursion mit Pilot an. Anschließend seien bis zu 10000 Mars-Reisen mit mehreren Tausend Passagieren geplant.

          Um den Fluggästen den 90 bis 140 Tage langen Aufenthalt an Bord der Raumfähre möglichst angenehm zu gestalten, würden sie in Kinos und Restaurants unterhalten. „Es muss lustig und aufregend sei, damit die Leute mitmachen“ – mit diesen Worten fasste Musk das Konzept zusammen.

          200.000 Dollar je Passagier

          Für die Exkursionen des geplanten Programms „Interplanetary Transport System“ entwickelten die SpaceX-Techniker in den vergangenen sechs Jahren schon das Triebwerk Raptor, das mit verflüssigtem Sauerstoff und Methan betrieben wird. Da das Triebwerk mehrfach eingesetzt werden kann, erwartet Musk vergleichsweise günstige Kosten für die Reisen zum Mars. Anstelle der zehn Milliarden Dollar, die ein Flug ohne die Raptor-Technologie pro Astronaut koste, rechnet der Unternehmer lediglich mit etwa 200000 Dollar je Passagier.

          Der Rote Planet bietet sich nach Musks Worten als Kolonie an, weil er über eine Atmosphäre und Sonnenlicht verfüge. „Durch das Komprimieren der Atmosphäre lassen sich dort auch Pflanzen züchten“, sagte der gebürtige Südafrikaner. Er plane den Bau einer Stadt, die autark sei. Das Baumaterial solle bereits in zwei bis drei Jahren bei unbemannten Testflügen auf den Mars gebracht werden.

          Wie Musk den Konferenzteilnehmern sagte, haben verschiedene private Unternehmen und auch die amerikanische Regierung bereits signalisiert, die Kolonisierung des Planeten Mars unterstützen zu wollen. Nach der Einstellung des Raumfahrtprogramms der amerikanischen Behörde Nasa im Sommer 2011 hatte Musks Unternehmen SpaceX schon die Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation übernommen.

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