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Schauspiellegende Terence Hill : Sein Name ist Somebody

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„Schnodderdeutsch“ heißt dieser Sprachstil, der vom Berliner Schauspieler und Synchronsprecher Rainer Brandt geprägt wurde, der viele der italienischen Drehbücher ins Deutsche übersetzte und auch durch die deutsche Bearbeitung der britischen Serie „Die Zwei“ mit Tony Curtis und Roger Moore bekannt wurde. Nach dem großen Erfolg der Spaghetti-Western in Deutschland wurden auch ältere Filme von Hill und Spencer, bei denen Brandt noch nicht mitgearbeitet hatte, neu synchronisiert. Wie „Gott vergibt . . . Django nie!“ von 1967, der 1981 unter dem Titel „Zwei vom Affen gebissen“ in den deutschen Kinos lief. Im Original: ein harter Rachewestern mit einem Massaker in einem Postzug, Folter und einem Body Count im dreistelligen Bereich. Die Comedy-Fassung von 1981 ist dann fast eine Viertelstunde kürzer. Die Gewalt fehlt. Und die Revolverhelden klopfen Sprüche wie: „Der Pausenaugust mit der Schuhgröße 58 wird dich unangespitzt in den Boden pieken!“

Die italienischen Schauspieler Terence Hill (l) und Bud Spencer (r) in dem erfolgreichen Italo-Western „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971).

Jorgo und die Heyse-Zwillinge sprechen nicht gerne über „Zwei vom Affen gebissen“. Ein Schrottstreifen. Ein Tabuthema. Dreck. Trotzdem haben sie die DVD im Regal stehen. Beziehungsweise als MP3-Datei auf der Festplatte gespeichert. „Es ist ja nicht so, als ob man eine Wahl hätte“, sagt Jorgo und kippt sein Radeberger herunter. „Das gehört sich einfach“, sagt Eric ernst. „Man muss die beiden Versionen auch vergleichen“, sagt Dennis noch ernster als sein Bruder. Er macht eine Sprechpause. „Aus Respekt vor der Sache.“ Zeit, eine Runde Bier zu bestellen, um die Stimmung zu heben. Plötzlich sagt Eric: „Ich kenne ja auch welche, die den Film gut finden.“ Kopfschütteln. „Es gibt schon verrückte Leute“, sagt Jorgo. Das Bier ist da.

Schauspieler mit Vorbildfunktion

Die Schlägereien sind die durchchoreographierten Highlights in den Spaghetti-Western. Die Ausgangssituation scheint jedes Mal hoffnungslos. Spencer und Hill versus eine Übermacht an Banditen, Messerstechern, Gesetzlosen. Spencer knallt seine geballte rechte Faust auf die Schädel seiner Widersacher, er verteilt Doppelbackpfeifen und rechte Haken mit einer Wucht, die selbst Herkules aussehen lässt wie einen neunjährigen Messdiener mit Trichterbrust. Wenn ein Bandit zurückschlägt – auf Spencers Gesicht, gegen seinen Bauch –, weicht der keinen Millimeter von der Stelle. Hill dagegen kämpft elegant. Wobei: Eigentlich kämpft er gar nicht. Er turnt eher, springt auf Saloontheken, schwingt an Seilen über die Köpfe seiner Gegner und bewirft sie zielsicher mit dem, was in Westernfilmen in den Kulissen halt so zu finden ist: Schnapsflaschen, Billardqueues und Hufeisen.

Jorgo und die Heyse-Zwillinge lieben die großen Backpfeifenballette. „Eine Überschar an Gegnern bringen Spencer und Hill nicht aus der Ruhe“, sagt Eric. Er spricht in einem so hohen Tempo, dass er kaum zu verstehen ist. „Sie bleiben cool, auch im Angesicht des Todes“, sagt Dennis. Plötzlich sind die Zwillinge still. Dann sagt Eric nachdenklich: „Man wünscht sich, das auch zu tun. Aber wenn hier 20 Rocker auftauchen, dann wäre ich wahrscheinlich nicht so mutig.“ Eric und Dennis nicken, als wollten sie sagen: Das Leben ist leider kein Film mit Spencer und Hill.

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