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Tegel schließt : Abschied vom idealen Flughafen

  • -Aktualisiert am

Bequem: Anders als der neue BER lag Tegel so zentral, dass der Flughafen auch per Taxi mit kleinem Budget zu erreichen war. Bild: Getty

2012 schrieb unsere frühere F.A.Z.-Korrespondentin einen Nachruf auf Tegel. Gut acht Jahre später wird der Flughafen nun tatsächlich geschlossen – Zeit, ihren Text zu veröffentlichen.

          5 Min.

          Ein Tränenpalast wie Tempelhof ist Tegel nicht. Wenn dort der Flugbetrieb endet, werden zwar viele feiern, die den Lärm von bis zu 170.000 Flugzeugbewegungen im Jahr ertragen haben. Es werden aber auch viele traurig sein, denn so bequem wie von Tegel werden sie nie wieder aus Berlin abfliegen, und so schnell wie von Tegel wird wohl kaum jemand vom neuen Großflughafen Willy Brandt zu Hause ankommen können. Knapp 13 Minuten vom Moment des „kompletten Stillstands“, wie es in den Durchsagen vor der Landung heißt, bis zur Ankunft im Wohnzimmer im Stadtteil Halensee am westlichen Ende des Kurfürstendamms, das ist der persönliche Rekord von Peter Strunk.

          Er arbeitet für die landeseigene Wista-Management GmbH, die den Standort Adlershof im Südwesten Berlins erfolgreich entwickelt hat und den Auftrag hat, die Zwischen- und Nachnutzung des Flughafens Tegel professionell zu betreuen: „Tegel Projekt GmbH“ heißt das Unternehmen. Denn in Tegel soll der Eindruck gar nicht erst entstehen, der nach der Schließung des Flughafens Tempelhof als Vorwurf an den Senat gerichtet wurde: Er könne nur schließen, besitze aber keinerlei Konzept für das, was danach auf einem riesigen Gelände mitten in der Stadt geschehen solle.

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