https://www.faz.net/-gum-8dvpo

Rechtsbeistand : Taylor Swift spendet 250.000 Dollar für Kesha

  • Aktualisiert am

Sängerin Kesha vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 19. Februar. Bild: AP

Psychischer Missbrauch, sexuelle Gewalt, öffentliche Beleidigungen – die Vorwürfe gegen Star-Produzent Dr. Luke wiegen schwer. Weil Sängerin Kesha mit ihrer Klage nur langsam vorankommt, erhält sie nun Rückendeckung von berühmten Kolleginnen.

          1 Min.

          Hilfe unter Musikerinnen: Grammy-Gewinnerin Taylor Swift (26) hat 250.000 Dollar an Sängerkollegin Kesha („Tik Tok“) gespendet, um sie in einem Rechtsstreit zu unterstützen. Die Summe – umgerechnet etwa 225.000 Euro – bestätigte am Montag Swifts Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die 28 Jahre alte Kesha will den Plattenvertrag mit ihrem langjährigen Produzenten auflösen, dem sie unter anderem sexuellen Missbrauch vorwirft. Ein New Yorker Gericht hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung allerdings abgewiesen.

          Kesha und Lukasz „Dr. Luke“ Gottwald hatten sich im Oktober 2014 gegenseitig verklagt. Kesha wirft dem Produzenten vor, sie über zehn Jahre psychisch manipuliert zu haben, um Kontrolle über ihr Leben und ihre Karriere zu erlangen, heißt es in der Klageschrift. Einmal soll er ihr K.o.-Tropfen verabreicht, sie vergewaltigt und anschließend gedroht haben, ihre Karriere und ihr Privatleben zu zerstören, wenn der Fall öffentlich würde. Auch in einem Flugzeug soll er sie sexuell bedrängt haben. Zudem habe er Keshas Musik, Kleidung, Körper und Auftreten immer wieder beleidigt, teils vor anderen. Anfang 2014 hatte Kesha sich in einer Klinik wegen Magersucht behandeln lassen.

          Dr. Luke zog dagegen wegen Verleumdung und Vertragsbruchs vor Gericht und wirft der Sängerin vor, ihn unter Druck zu setzen, um vorzeitig aus dem Vertrag mit seinem zu Sony gehörenden Label Kemosabe Records auszusteigen. Zudem stehe ihr die Wahl eines anderen Produzenten des Labels für ihre weitere Arbeit frei. Der Star-Produzent arbeitete schon mit Britney Spears und Kelly Clarkson und spielte zuvor zehn Jahre als Gitarrist in der Late-Show „Saturday Night Live“.

          Keshas Antrag stattzugeben, würde vom Gericht erfordern, einen „hart verhandelten und für die Branche typischen Vertrag zu schwächen“, sagte Richterin Shirley Kornreich am Freitag laut „Washington Post“. Endgültig entschieden ist der Streit damit aber noch nicht. Laut Vertrag ist Kesha verpflichtet, sechs weitere Alben mit Dr. Lukes Label aufzunehmen.

          In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere bekannte Musikerinnen in sozialen Netzwerken solidarisch mit der Sängerin gezeigt, darunter Kelly Clarkson, Ariana Grande und Lady Gaga. Die 29 Jahre Gaga sagte, sie bewundere Keshas Mut, da sich der Prozess in der Öffentlichkeit abspiele.

          Weitere Themen

          Ebola ist wieder da

          Ausbruch in Kongo : Ebola ist wieder da

          Anfang März herrschte Hoffnung, dass Ebola in Kongo fürs Erste besiegt sei. Jetzt sagt der Gesundheitsminister: „Wir haben eine neue Epidemie.“ Es gibt bereits Tote.

          Italien startet seine Corona-Warn-App

          Liveblog zum Coronavirus : Italien startet seine Corona-Warn-App

          Weil fordert Familienbonus von 600 Euro pro Kind +++ Reproduktionszahl steigt auf 1,2 +++ Empörung über Techno-Party auf Berliner Landwehrkanal +++ Großbritannien öffnet trotz Kritik Schulen +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Topmeldungen

          Militäreinsatz im Inneren : Darf Trump das?

          In Washington wurden schon Black Hawks eingesetzt, um Randalierer im Tiefflug einzuschüchtern. Können anderswo die Gouverneure einen Armeeeinsatz verhindern? Und warum nennt Trump die Antifa eine Terrororganisation? Die wichtigsten Antworten.
          Angriff auf Trump: Trainerlegende Gregg Popovich bezieht deutlich Stellung.

          Popovich beschimpft Trump : Floyd-Tod wühlt amerikanischen Sport auf

          Große Teile des amerikanischen Sports prangern nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd Ungleichheit in den Vereinigten Staaten an. Der frühere Boxweltmeister Floyd Mayweather greift der Familie des Opfers finanziell unter die Arme.
          Die Stadt Essen hat hohe Liquiditätskredite und würde von einer Schuldenübernahme stark profitieren.

          Konjunkturpaket : Welche Gemeinde kann auf Hilfe hoffen?

          Als Teil des Konjunkturpakets wird auch über Geld für Städte nachgedacht. Doch die geplante Altschuldenübernahme von Finanzminister Scholz würde nur einzelne Kommunen und Bundesländer erreichen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.