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Nach „Hilferuf“ auf Twitter : Taylor Swift darf bei den American Music Awards auftreten

  • Aktualisiert am

Taylor Swift bei einem Auftritt in New York im Juli Bild: AP

Weil ihr früheres Label ihr untersagt hatte, ihre alten Hits zu spielen, sah Taylor Swift ihren Auftritt bei dem Musikpreis in Gefahr – und wendete sich an ihre Fans. Nun gibt die Plattenfirma grünes Licht – und widerspricht der Künstlerin.

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          War es nun Taylor Swifts verzweifelter Hilferuf an ihre Fans? Oder alles nur ein großes Missverständnis? Fest steht, die amerikanische Popsängerin wird – entgegen ihrer Befürchtungen – wie geplant bei den American Music Awards (AMA) auftreten dürfen. Das frühere Label der 29-Jährigen, die Big Machine Label Group, und der Produzent des Musikpreises Dick Clark Productions schrieben in einem gemeinsamen Statement an das amerikanische Branchenmagazin, man habe eine entsprechende Lizenzvereinbarung getroffen. Diese „beinhaltet auch die anstehenden Auftritte bei den American Music Awards“.

          Swift, die bei den American Music Awards als Künstlerin des Jahrzehnts ausgezeichnet werden soll, will bei der Show am 24. November ein Medley ihrer bekanntesten Songs präsentieren. In einem Statement, dass die Künstlerin am vergangenen Freitag in den sozialen Medien verbreitete, beklagte sie, dass ihr ehemaliges Label ihr hierfür die Nutzungsrechte an ihren Song absprächen. Zudem hätten Big-Machine-Chef Scott Borchetta und sein neuer Partner Scooter Braun die Nutzung alter Songs und Aufnahmen von Swifts Auftritten für eine geplante Netflix-Dokumentation untersagt. Das Posting war mit den Worten „Don't know what else to do“ (“Ich weiß nicht, was ich sonst noch machen kann“) überschrieben. Zudem rief Swift Fans und Freunde auf, die Big-Machine-Verantwortlichen zu kontaktieren, um sie umzustimmen.

          Das Unternehmen widersprach der Sängerin daraufhin. In einer Stellungnahme auf seiner Webseite heißt es: „An keinem Punkt haben wir gesagt, dass Taylor nicht bei den AMAs auftreten dürfe oder ihre Netflix-Doku blockiert.“ Das Label habe hierzu gar nicht das Recht, heißt es weiter. „Taylor, das Narrativ, das du kreiert hast, existiert nicht“, wendet sich Big Machine in dem Statement auch direkt an die Künstlerin. „Alles, was wir verlangen, ist eine direkte und ehrliche Unterhaltung. Wenn das passiert, wartet auf der Gegenseite nichts als Respekt, Freundlichkeit und Unterstützung.“

          Auch in seinem Statement gegenüber Variety betonte das Unternehmen abermals, dass Künstler bei Live-Auftritten im Fernsehen und anderen Live-Formaten nicht auf die Genehmigung des Labels angewiesen seien. Swift hatte in ihrem Post behauptet, dass ihr ein solcher Auftritt nicht erlaubt sei, da es sich um eine Wiederaufnahme ihrer Musik handele. Diese sei ihr laut der Rechtslage, so die Sängerin, erst vom nächsten Jahr an erlaubt.

          Vor ihrem Wechsel zu Universal Music stand Taylor Swift zwischen 2006 und 2017 bei der Big Machine Label Group unter Vertrag. Die Plattenfirma brachte die ersten sechs Studioalben der Künstlerin auf den Markt, darunter ihr Debütalbum „Taylor Swift“ (2006) und das Album „Red“ (2012). Auf letzterem befand sich auch die Single „I Knew You Were Trouble“, mit der die Sängerin im deutschsprachigen Raum erstmals in den Top-10 landete.

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