https://www.faz.net/-gum-9w2r6

J.Lo zur Super-Bowl-Halbzeit : „Wichtiger Auftritt für zwei Latino-Frauen“

  • Aktualisiert am

Die beiden Popstars wollen bei ihrem Auftritt auch dem verunglückten Basketballstar Kobe Bryant gedenken. Bild: USA TODAY Sports

Vor rund 100 Millionen Zuschauern werden Jennifer Lopez und Shakira in der Halbzeitpause des Super Bowls singen. Es ist kein ganz unpolitischer Auftritt.

          2 Min.

          Der Super Bowl ist traditionell nicht nur ein wichtiges Ereignis für die Sportwelt – auch für die Musikszene bietet das Spiel des Jahres die „größte Bühne der Welt“. Rund 100 Millionen Menschen werden erwartet, wenn in diesem Jahr die Kansas City Chiefs und die San Francisco 49ers im Finale der amerikanischen Football-Liga NFL aufeinander treffen. Entsprechend begehrt sind die beiden musikalischen Slots, die der Abend bietet: Da wären die Nationalhymne zu Beginn sowie der 15-minütige Auftritt in der Halbzeitpause. Superstars wie Prince, Michael Jackson, Bruce Springsteen, Beyoncé und U2 lieferten beim Super Bowl eindrucksvolle Konzerte ab, Stars wie Beyoncé und Whitney Houston oder Billy Joel und Neil Diamond sangen „The Star-Spangled Banner“.

          Nachdem der Auftritt der Popband Maroon 5 im vergangenen Jahr vielfach als müde, weich und langweilig kritisiert worden war, haben die Veranstalter diesmal drei Frauen für das wohl wichtigste amerikanische Fernsehereignis des Jahres angeheuert: Shakira (42) und Jennifer Lopez (50) für die Halbzeit-Show, Demi Lovato (27) für die Nationalhymne.

          „Ich denke, es gibt keinen Musiker auf der Welt, der nicht davon träumt, beim Super Bowl aufzutreten“, sagte Lopez dem Magazin „Variety“. Für Lovato, die zuletzt mit gesundheitlichen und psychischen Problemen gekämpft hatte, gilt die Hymne vor Spielbeginn nach einem emotionalen Auftritt bei den Grammys am vergangenen Wochenende als nächster großer Schritt auf dem Weg zum Comeback.

          Kein unpolitischer Auftritt

          Der Superbowl, der eigentlich als Familienevent gilt, ist in den vergangenen Jahren durch die Diskussionen über politische Proteste und zunehmende Verletzungen innerhalb der Liga auch zum Politikum geworden. Der von Quarterback Colin Kaepernick begonnene Protest gegen Unterdrückung von Schwarzen und Polizeigewalt hat dem beliebtesten Sport der Amerikaner eine neue Symbolik verpasst. Sportler, Musiker und Fans müssen entscheiden, ob sie sich positionieren – oder weiter machen wie bisher. Im vergangenen Jahr sagten laut Berichten einige Superstars wie Jay Z, Rihanna, Cardi B und Pink aus Solidarität mit Kaepernick ab.

          Ganz unpolitisch sehe sie auch ihren Halbzeit-Auftritt nicht, sagte Lopez der „Variety“. „Shakira und ich sind beide sehr aufgeregt, dass wir die Chance für diesen Auftritt bekommen haben, als Latino-Frauen in Miami. Ich denke, es ist sehr wichtig für zwei Latino-Frauen in diesen Zeiten, in denen Latinos in diesem Land auf eine bestimmte Art und Weise behandelt oder gesehen werden, auf dieser Bühne zu stehen und zu zeigen, dass wir eine wunderschöne wertvolle Kultur haben, und in diesem Land etwas notwendiges beisteuern.“

          Lopez’ Eltern sind in Puerto Rico geboren, Shakira stammt aus Kolumbien. In den Vereinigten Staaten hatte es zuletzt viele Diskussionen um Einwanderung, vor allem auch aus dem lateinamerikanischen Raum gegeben. Zu den schärfsten Kritikern zählt auch der amerikanische Präsident Donald Trump. 2020 stehen in den Vereinigten Staaten die Präsidentschaftswahlen an. Sein Wahlkampfteam hat deshalb zwei je 30 Sekunden lange Werbespots gebucht, die vorab bereits im Internet veröffentlicht wurden. Auch der Milliardär Michael Bloomberg, der für die Demokraten ins Rennen gehen will, hat eine Minute Werbezeit gekauft.

          Ihre Botschaft sei jedoch eine vereinende, sagte Sängerin Lopez. „Das wird ein toller Moment. Ich möchte, dass dieser Abend feiert, wer wir alle sind, und dass er uns alle zusammenbringt.“ 

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mobbing: 95 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen besitzen ein Smartphone. 
Leider nutzen Kinder die Geräte auch, um Angst und Hass zu verbreiten, wie auf dem Foto zu sehen ist. Der Studie „Cyberlife III“ zufolge können die Folgen fatal sein: Jedes vierte digitale Mobbingopfer hatte Suizidgedanken, jedes fünfte trank Alkohol, jedes dritte Opfer fühlte sich dauerhaft belastet.

          Cybermobbing : Wenn das eigene Kind per Whatsapp bedroht wird

          „Du kleine Schlampe“: Wenn das eigene Kind per Whatsapp übel beleidigt und mit Gewalt bedroht wird, ist eine Grenze überschritten. Was passiert, wenn man dagegen juristisch vorgeht? Ein Erfahrungsbericht.
          Geschieht immer häufiger auf digitalen Wegen: die besten Köpfe finden und die eigenen Talente pflegen.

          HR-Tech-Start-ups : Die jungen Wilden

          Digitale Start-ups wirbeln Personalabteilungen durcheinander – ob Mitarbeitersuche mit KI oder Online-Burnout-Prävention. Wir stellen einige von ihnen vor.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.