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Studieren in der Pandemie : „Ersti“ bist du nur einmal im Leben

Anfang November gab es an der Goethe-Uni in Frankfurt noch Präsenz-Vorlesungen, mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz. Bild: Lando Hass

Eigentlich beginnt nach dem Abitur für viele die beste Zeit: von zu Hause ausziehen, studieren, reisen, feiern. Wie aber fühlt es sich an, ein Studium zu beginnen, wenn die Welt stillsteht? Sechs „Erstis“ erzählen davon.

          7 Min.

          Das Abiturzeugnis von Muriel liegt neben ihrem Bett. So kann sie sich, wenn sie nachts aufschreckt, sofort versichern, dass sie tatsächlich das Abi geschafft hat.

          Leonie Feuerbach
          Redakteurin in der Politik.

          Natürlich könnte Muriel ohne Hochschulreife nicht Philosophie im Bachelor studieren. Aber sie hat das Ende ihrer Schulzeit mitten in der Corona-Krise als so chaotisch und unsicher empfunden, dass sie diese Versicherung trotzdem manchmal braucht. Nun neigt sich ihr erstes Semester an der Uni dem Ende zu. Wobei „an der Uni“ es nicht so recht trifft: Muriel hat ihre Hochschule bis jetzt noch kein einziges Mal betreten. „Es fühlt sich nicht so an wie Uni, sondern eher wie Youtube-Videos angucken“, sagt die Neunzehnjährige über ihr Online-Studium. „Das ist schon deprimierend.“

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