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Studie zum Klimaschutz-Wissen : Wie sehr hilft der Verzicht auf Plastik tatsächlich?

  • Aktualisiert am

Dieser Anblick wird seltener: Einkaufstüten aus Plastik in der Fußgängerzone. Bild: dpa

Schluss mit der Plastiktüte: Viele halten das für eine sehr effektive Methode, um die eigene CO2-Bilanz zu verbessern – doch das stimmt nicht. Eine neue Studie zeigt, viele Deutsche haben wenig Ahnung, was beim Klimaschutz wirklich hilft.

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          Die Deutschen wissen nicht viel darüber, was beim Klimaschutz wirklich hilft. Das zeigt eine neue repräsentative Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney, die „Bild am Sonntag“ vorliegt. Für sie wurden 1000 Deutsche ab 18 Jahren online gefragt, mit welchen Maßnahmen sich der CO2-Ausstoß eines Durchschnittsbürgers am meisten senken lässt.

          Das Ergebnis wurde mit dem echten Einsparpotential abgeglichen, welches A.T. Kearney basierend auf Zahlen von Umweltbundesamt, co2online und anderen Daten berechnete.

          Nur vier Prozent der Befragten nannten eine moderne Heiz- und Wärmedämmung als Maßnahme – dabei bringt diese eine Ersparnis von bis zu 770 Kilogramm CO2 pro Jahr/Kopf. Überschätzt wurde hingegen der Verzicht auf Plastik: Acht Prozent halten ihn für besonders effektiv, um die persönliche CO2-Bilanz zu verbessern. Tatsächlich bringt er nur bis zu 3 Kilo weniger Kohlenstoffdioxid pro Jahr und Kopf.

          Verbrauchssparendes Autofahren wurde von jedem Dritten als beste Maßnahme genannt. Dies kann zwar ein Minus von 340 Kilogramm CO2 pro Kopf und Jahr bringen, ist aber nur halb so effektiv wie der Verzicht auf Flugreisen. Diesen hielten aber nur 15 Prozent für effizient.

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