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Studie : Jeder fünfte Schüler raucht Shisha

Das fruchtig-süße Aroma vieler Tabak-Sorten lässt die Shisha-Pfeife harmlos erscheinen. Bild: dpa

Die vermeintlich harmlose Wasserpfeife ist bei deutschen Schülern äußerst beliebt: Einer neuen Studie zufolge rauchen 15 Prozent der Zehntklässer regelmäßig Shisha.

          Der Rauch ist mal fruchtig, mal süß, in jedem Fall kaugummiartig harmlos. Die Shisha schmeckt so gar nicht nach herkömmlichem Tabak. Vielleicht ist es das, was die gemeine Wasserpfeife so beliebt macht unter Deutschlands Jugendlichen.

          Johanna Dürrholz

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET

          Jeder fünfte Jugendliche raucht Shisha. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der DAK-Gesundheit hervor. Von den Schülern der Klassen fünf bis zehn haben demnach schon 22Prozent einmal Tabak aus einer Wasserpfeife geraucht. In der Jahrgangsstufe zehn hat knapp die Hälfte der befragten Schüler Erfahrungen mit Shishas gemacht, 15 Prozent rauchen regelmäßig Shisha, also mindestens einmal im Monat. Insgesamt 7000 Schüler aus mehr als 400 Klassen wurden für die Erhebungen befragt, die im Rahmen des Präventionsradars 2017 vorgenommen wurden.

          Doch ist das vermeintlich harmlose Shisha-Rauchen wirklich so unbedenklich? „Beim Rauchen einer Shisha nimmt man dieselben Schadstoffe zu sich wie beim Zigarettenkonsum, allerdings in wesentlich höherer Menge pro Zug“, sagt Katrin Schaller. Sie ist Biologin und Mitarbeiterin an der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums. „Die Konzentration des Kohlenmonoxids ist beim Shisha-Rauchen sehr viel höher als beim Zigarettenkonsum“, sagt Schaller. „Allerdings sind die Konsumgewohnheiten andere. Zigaretten raucht man in der Regel mehrere täglich. Die Shisha raucht man nur gelegentlich.“

          Dann wird die Wasserpfeife aber oft für mehrere Stunden geraucht, gerade wenn Jugendliche zu Hause rauchen. Die immer beliebter werdenden Shisha-Bars, die in vielen deutschen Städten entstanden sind, gewähren erst Einlass von einem Alter von 18 Jahren an. Jugendliche, die jünger sind, weichen daher in die eigenen vier Wände aus. Dabei birgt das Shisha-Rauchen erhebliche gesundheitliche Risiken. „Tatsache ist, dass das Wasserpfeife-Rauchen das Risiko für Lungenkrebs, Magenkrebs und Speiseröhrenkrebs erhöht“, sagt Katrin Schaller. Auswirkungen könne es auch auf das Herz-Kreislauf-System geben. „Das Risiko für koronare Herzkrankheiten wird erhöht, und auch die Lungenfunktion kann beeinträchtigt werden.“

          Aber kann eine Droge, die nur gelegentlich konsumiert wird, überhaupt süchtig machen? „Es gibt Studien, die belegen, dass Shisha-Raucher Abhängigkeitssymptome aufweisen“, sagt Katrin Schaller. „Da Nikotin in den Körper gelangt, kann das Shisha-Rauchen süchtig machen.“

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