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Studie : Die Weltkarte des Glücks

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Wer sagt, daß Wohlstand unglücklich macht? Eine neue Studie will mit dem Klischee arm-aber-glücklich aufräumen und behauptet, daß die glücklichsten Menschen der Welt in unserer allernächsten Nähe leben.

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          Vor zwei Wochen waren es noch die Einwohner der Südseeinsel Vanuatu, jetzt sind es die Dänen: die glücklichsten Menschen der Welt. Auf der „Weltkarte des Glücks“ des britischen Forschers Adrian White strahlt der kleine Dänen-Staat besonders hell, wie der Sozialpsychologe am Donnerstag erklärte. Der Wissenschaftler von der Universität in Leicester hatte mehr als hundert Studien mit 80.000 Befragten aus aller Welt ausgewertet. Als Glücksfaktoren definierte White Gesundheit, Wohlstand, Bildung, Nationalgefühl - und die Schönheit der Landschaft.

          Die Dänen schätzen sich da besonders glücklich, gefolgt von den Schweizern und Österreichern, Island, den Bahamas, Finnland und Schweden sowie Bhutan, Brunei und Kanada. Die USA landen dagegen nur auf Platz 23, Deutschland gar auf Platz 35 - womit die Bundesbürger aber immer noch ein gutes Stück glücklicher dran sind als die Briten (41), die Franzosen (62) oder die Japaner (90). Die unglücklichsten Menschen der Welt machte White im Kongo, in Simbabwe und in Burundi aus.

          Ein Hoch auf den Kapitalismus?

          „Diese Studie macht Schluß mit der Idee, der Kapitalismus stürze die Menschen ins Unglück“, sagte der Psychologe. „Wenn die Leute gefragt werden, ob sie glücklich sind mit ihrem Leben, dann bejahen das am ehesten die Menschen in Ländern mit einem guten Gesundheitssystem, einem höheren Pro-Kopf-Einkommen und mit Zugang zu Bildung.“ Die „Frustrationen des modernen Lebens“ und Altersängste seien offenbar weniger ausschlaggebend als Gesundheit, Geld und Wissensdurst.

          Mitte Juni hatte der britischen Think Tank New Economics Foundation (NEF) eine Studie veröffentlicht, in der neben der Pazifikinsel vor allem in Kolumbien, Costa Rica, Dominica und Panama das Glück zu finden war. Die Länder der G8, der größten Industriestaaten der Welt, kamen dagegen schlecht weg: Deutschland erreichte bloß den 81. Platz von den 178 Staaten des Index, die USA lagen auf dem 150. Platz. Nur die Schlußlichter waren fast die gleichen: Simbabwe, Burundi, der Kongo und die Ukraine.

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