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Gerichtsurteil : Frau mit Stöckelschuhen selbst schuld an Stolper-Unfall

  • Aktualisiert am

Stockelschuhträgerinnen in Berlin (Archivbild). Wer solche Schuhe trägt, muss aufpassen, hat ein Gericht in Hamm entschieden. Bild: dpa

Eine Frau bleibt bei einem Theaterbesuch mit ihrem Absatz hängen und bricht sich den Fuß. Monatelang kann sie weder arbeiten noch Sport treiben. Sie klagt – und verliert.

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          Stöckelschuhträgerinnen sind selbst schuld, wenn sie mit ihren hohen Absätzen an Fußmatten oder anderen erwartbaren Hindernissen hängenbleiben. Das hat das Oberlandesgericht im westfälischen Hamm im Fall einer Klägerin aus Marl entschieden.

          Bei einem Besuch des dortigen Stadttheaters hatte sich die Frau 2014 den Fuß gebrochen. Sie war mit ihren schmalen, mindestens 4,5-Zentimeter-Absätzen in den Löchern einer Gummilochmatte hängengeblieben und gestürzt. Weil sie mehrere Monate weder arbeiten noch Sport treiben konnte, verklagte sie die Ruhrgebietsstadt auf 2000 Euro Schmerzensgeld und fast doppelt so viel Schadenersatz.

          Ihre Auffassung, die Stadt habe durch die Stolperfalle ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt, teilten die Richter jedoch nicht. Die von der Matte ausgehenden Gefahren seien für Theaterbesucher erkennbar und beherrschbar gewesen, urteilten sie laut Mitteilung vom Mittwoch. Trägerinnen von High Heels seien zu angepasstem Verhalten verpflichtet und müssten die „allgemeine Gefahrerhöhung, die von kleinflächigen Absätzen von Stöckelschuhen ausgehe“, berücksichtigen.

          Wäre die Frau vorsichtiger gegangen, hätte sie die Schmutzfangmatte unfallfrei passieren können, entschieden die Richter – wie schon das Landgericht Essen in erster Instanz.

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