https://www.faz.net/-gum-9pbm7

Vergewaltigungsvorwürfe : Staatsanwaltschaft will keine Anklage gegen Ronaldo erheben

  • Aktualisiert am

Muss wegen der gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten: Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo Bild: AFP

Die Anschuldigungen können nicht „zweifelsfrei bewiesen werden“: Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo muss wegen der gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten. Er hatte die Tat stets bestritten.

          1 Min.

          Im Fall des Vergewaltigungsvorwurfs gegen Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo will die Staatsanwaltschaft des Clark County im amerikanischen Bundestaat Nevada keine Anklage erheben. „Basierend auf einer Überprüfung der gegebenen Informationen (...) können die Anschuldigungen gegen Cristiano Ronaldo bezüglich eines sexuellen Übergriffs nicht zweifelsfrei bewiesen werden“, teilte das Büro des Bezirksstaatsanwalts in Las Vegas am Montag mit. Deswegen werde der Fall nicht weiter strafrechtlich verfolgt.

          Ronaldo wurde von der Amerikanerin Kathryn Mayorga vorgeworfen, sie am 13. Juni 2009 in einem Hotelzimmer in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Bereits damals hatte sie Anzeige erstattet und war ärztlich untersucht worden. Mayorga gab an, sie habe später für eine Zahlung von 375.000 Dollar einem Verzicht auf weitere rechtliche Schritte und einer Schweigevereinbarung zugestimmt.

          Nachdem die heute 35-Jährige ihre Vorwürfe im vergangenen Jahr erneuerte, wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Laut den Aussagen ihrer Anwältin hatte sich Mayorga damals durch die Enthüllungen der #MeToo-Bewegung ermutigt gefühlt, abermals „Gerechtigkeit zu suchen“. Ronaldo hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, hatte sein Anwalt Peter Christiansen gesagt.

          Nach Darstellung Mayorgas lernte der damals 24 Jahre alte Fußballer sie in einem Nachtclub in Las Vegas kennen. Er lud sie demnach in seine Hotel-Suite ein und vergewaltigte sie dort, heißt es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei „normalerweise ein Gentleman“.

          Nach Bekanntwerden der Klage waren die Aktien von Ronaldos Club Juventus Turin eingebrochen. Ronaldo war vor einem Jahr von Real Madrid für rund 100 Millionen Euro zu Juve gewechselt. In vergangenen Saison hatte er das Team zum achten Meistertitel in Serie geführt.

          Weitere Themen

          „Ein Ort voller Traurigkeit“

          Thunberg besucht Garzweiler : „Ein Ort voller Traurigkeit“

          Die Klimaaktivistinnen Greta Thunberg und Luisa Neubauer zeigen sich in Lützerath solidarisch mit dem vom Tagebau bedrohten Dorf. Ihre Botschaft: „Wir sind bereit, uns zwischen die Häuser und die Bagger zu stellen“.

          Topmeldungen

          Ellbogencheck: Boris Johnson und Angela Merkel im Juli dieses Jahres.

          Briten zur Bundestagswahl : Da herrscht das Chaos

          In Großbritannien blickt die Presse nicht allzu hoffnungsfroh auf die Bundestagswahl. Das hat viel mit dem kritisch betrachteten Erbe von Angela Merkel zu tun.
          Die Deutschen hängen an ihrem Bargeld. Doch immer mehr junge Menschen legen ihr Geld in Aktien an.

          Deutsche und ihr Vermögen : Der lange Abschied vom Sparkonto

          Das Geldvermögen der Deutschen ist groß wie nie. Die Sparer haben ihr Geld aber über die Jahre umgeschichtet. Vor allem bei Jüngeren gibt es einen bemerkenswerten Effekt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.