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Sozial-Studie : Männer wollen Frauen, die ihr Geld selbst verdienen

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Frauen sollen Geld und Karriere in der Hand haben Bild: picture alliance / dpa Themendie

Mehr als drei Viertel der befragten Männer erwarten nach einer Studie von ihrer Partnerin, sich selbst finanzieren zu können. Doch obliegt die Kindererziehung weiter den Frauen. Die fühlen sich allein gelassen - zumal sie es sind, deren Karriere leidet.

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          Frauen wollen Karriere machen und Kinder bekommen. Männer wollen nicht mehr Alleinernährer sein, sondern Partnerinnen haben, die sich selbst finanzieren können. Und Männer wollen zwar wie ihre Partnerinnen Kinder haben, empfinden die Gesellschaft aber als so kinderfeindlich, dass die Familiengründung immer länger hinausgezögert wird. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie mit dem Titel „Frauen auf dem Sprung - das Update 2013“. Hierfür hat das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zusammen mit der Frauenzeitschrift „Brigitte“ und dem Institut „infas“ für Sozial- und Marktforschung sechs Jahre lang immer wieder dieselben Frauen und Männer nach ihren Lebensentwürfen gefragt. 2007 wurden 2000 Männer und Frauen interviewt. Im vergangenen Jahr wurden davon 211 Männer und 290 Frauen, die heute zwischen 21 und 34 Jahren alt sind, zum dritten Mal befragt.

          Mehr als drei Viertel der interviewten Männer erwarten von ihrer Partnerin, sich selbst finanzieren zu können - 2007 forderte das nur jeder zweite Befragte. Gleichzeitig obliegt die Obhut und Pflege der Kinder den Studienergebnissen zufolge immer noch den Frauen. Ein Drittel der befragten Männer würde seine Arbeit nicht für die Kindererziehung unterbrechen. Infolgedessen fühlen sich die Frauen alleingelassen. Mehr als die Hälfte der Befragten bezweifelt, mit eigenen Kindern Karriere machen zu können. „Der wahre Streitpunkt ist heute die Frage des Kinderkriegens“, sagte Jutta Allmendinger, die wissenschaftliche Leiterin der Studie und Präsidentin des WZB, am Dienstag in Berlin. Nur wenn sich mehr Männer an der nicht bezahlten Hausarbeit beteiligten, finde langfristig eine Angleichung zwischen Paaren statt. Außerdem müsse es möglich sein, von der Teilzeitarbeit wieder in die Vollzeitarbeit zu kommen.

          Die Unterschiede in West- und Ostdeutschland haben sich allmählich angeglichen, wobei westdeutsche Frauen eher einfordern, dass ihr Partner sich im Haushalt beteiligt. Mit ihrer Arbeit sind die meisten zufrieden, allerdings beklagen mehr als 50 Prozent, zu schlecht bezahlt zu werden. Insgesamt finden die Befragten, dass die Gesellschaft seit 2007 ungerechter geworden sei. Besonders Männer mit geringer Bildung fühlen sich benachteiligt.

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